Heidenheim gegen den FCK

Das "Fast-Novum" der Trainerfreunde: Schmidt und Lieberknecht zufrieden nach Defensiv-Gipfel

Defensivstark, aber offensiv zahm: Beim Topspiel in Heidenheim trotzt der FCK von Torsten Lieberknecht seinem Freund Frank Schmidt einen Punkt ab.

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Stand

Von Autor/in Johannes Holbein

Es gab eine Zeit, erzählte FCK-Trainer Torsten Lieberknecht nach der Partie, "da hat der Frank mich als seinen Angstgegner betitelt". Zu Beginn ihrer Duelle, insbesondere als Lieberknecht noch Eintracht Braunschweig trainierte, fand Heidenheims Coach Frank Schmidt in der Tat kaum Mittel, den Trainerfreund zu besiegen. Irgendwann wendete sich das Blatt und dann habe er, also Lieberknecht, gegen Heidenheims Coach Schmidt so gut wie kein Spiel mehr gewonnen. Insofern sei dieses 0:0 im Topspiel der 2. Bundesliga "fast ein Novum". Tatsächlich: Von den 21 Pflichtspielduellen gewann Lieberknecht neun, Schmidt acht und nur vier Mal trennten sie sich unentschieden.

FCK: Defensiv stabil, offensiv geht noch mehr

Mit diesem "Fast-Novum" am Freitagabend waren beide Trainer zufrieden. Lieberknecht beispielsweise sah erneut eine vor allem in der Defensive überzeugende Leistung seines Teams. "Hier einen Punkt mitzunehmen bei einer heimstarken Truppe von Frank Schmidt und hier ein 0:0 zu erreichen, das ist schon okay."

Es ist das fünfte Liga-Spiel der laufenden Saison, in der das Team von Lieberknecht ohne Gegentor blieb. Allerdings: Die Roten Teufel haben erst sechs Treffer erzielt und hätten sich auch in Heidenheim mit etwas mehr Effizienz belohnen können. "Klar haben wir auf diesen einen Moment gehofft", sagte der Coach. Und beinahe wäre er in der Schlussphase da gewesen: In der 71. Minute traf Ibrahim Kanaté, stand jedoch zuvor im Abseits. Sieben Minuten später parierte Heidenheims Torhüter Thomas Dähne einen Kopfball von Alex Murphy herausragend.

FCH-Trainer Frank Schmidt: "Jetzt schlafe ich mich aus"

Das Fazit von Lieberknechts Trainerfreund Schmidt war im Grunde deckungsgleich. Er sprach von einem klassischen 0:0. "Zweitliga-Fußball, jeder Ball umkämpft, wenige spielerische Höhepunkte, wenige klare Torchancen." Seinem Team habe es in der Offensive verpasst, den richtigen Moment zu nutzen. "Beide Mannschaften haben gefightet bis zum Schluss, wollten die Null halten, beide haben zumindest das geschafft."

Insofern war auch Schmidt zufrieden mit diesem intensiven Auftritt, der nicht nur von den Spielern einiges abverlangte. "Jetzt gehe ich in die Kabine, dann nach Hause und schlafe mich aus", sagte Schmidt.

Heidenheim, Kaiserslautern
Trainerfreunde: Torsten Lieberknecht und Frank Schmidt

Historie Duell der Trainerfreunde: Lieberknecht, Schmidt und das australische Känguru

Frank Schmidt und Torsten Lieberknecht stehen sich am Freitag (18:30 Uhr) im Topspiel der 2. Bundesliga zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem 1.FC Kaiserslautern als Trainer gegenüber. Beide pflegen seit Jahrzehnten eine Freundschaft.

FCH und FCK mit guter Anfangsbilanz

Was beide Trainer neben ihrer Freundschaft und der nahezu identischen Analyse auch verbindet: Mit ihren Teams stehen sie nach sieben Spieltagen sehr gut da. Heidenheim ist aktuell mit 14 Punkten Dritter, der FCK mit zwei Zählern weniger Vierter. Die Heidenheimer sind am kommenden Samstag (17.10., 13 Uhr) zu Gast beim VfL Wolfsburg. Lautern empfängt gleichzeitig den VfL Bochum.