Egal ob Klassik, Jazz, Pop, Hip-Hop oder andere Stilrichtungen: Bei Festivals ist der Anteil von Musikern bei Konzerten meist höher als der von Musikerinnen. Auch in anderen Bereichen der Musikindustrie herrscht noch einige Ungleichheit.
Das bestätigt David Engh-Bongers, Kulturreferent der Dänischen Botschaft in Berlin und Mitorganisator der Ausstellung „The Sound of Courage – Music and Equality in the Nordic Countries“.
Weniger Buchungen, weniger Gagen – dafür mehr Sexismus
In SWR Kultur sagt er dazu: „Wenn man mit Musikerinnen spricht, sich Berichte anschaut, Studien anschaut, dann sieht man, Musikerinnen und auch genderdiverse Acts werden seltener für Festivals gebucht, […] erhalten immer noch weniger Gagen als ihre männlichen Kollegen, sind seltener in Führungspositionen in der Branche vertreten, auch in den Jobs hinter der Bühne unterrepräsentiert und müssen leider immer noch sehr viel Sexismus erleben in der Branche.“
Auch wenn die nordischen Länder oft als Vorbilder in Sachen Gleichstellung gelten würden, sei diese im Musikbereich noch nicht erreicht, erklärt Engh-Bongers: „Gerade deshalb fanden wir den Blick besonders wichtig, also zu schauen, wenn selbst hier in den nordischen Ländern Ungleichheiten bestehen, dann zeigt das ja, wie tief diese strukturellen Probleme verankert sind.“
„The Sound of Courage – Music and Equality in the Nordic Countries“ ist noch bis 4. Oktober 2026 in den Nordischen Botschaften in Berlin zu sehen. Der Eintritt ist frei.
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