Sänger Jon Bon Jovi mochte den Song "Livin' On A Prayer" nicht. Für seine Stimmer war er zu hoch und deshalb sollte er gar nicht erst auf das neue Album kommen, das 1986 erschien.
"Livin' On A Prayer" als Hymne für arme Jugendliche
Doch nachdem Jon mit Jugendlichen aus New Jersey ins Gespräch gekommen war, wurde ihm klar, dass die Geschichte von Tommy und Gina, die er im Text erzählt, im wahren Leben genau so hätte passieren können.
Im Song geht es um Tommy, der früher im Hafen gearbeitet hat. Doch die Gewerkschaft streikt und er verliert seinen Job. Für das Geld sorgt jetzt seine Freundin Gina, die jeden Tag im Diner arbeitet. Sie bringt das Geld nach Hause für sich und ihren Mann – aus Liebe. Und sie sagt: "Wir müssen an dem festhalten, was wir haben. Es spielt keine Rolle, ob wir es schaffen oder nicht. Wir haben einander und das ist viel für die Liebe."
Der Refrain ist dann der mutige Blick in die Zukunft.
Wir sind auf halbem Weg und fast da. Nimm meine Hand, wir schaffen es – ich schwöre es.
Das ist genau das, was die jungen Menschen in New Jersey jeden Tag erleben, spüren und womit sie zu kämpfen haben. Der Titel wird in den USA regelrecht eine Hymne für junge Leute, die es im Leben nicht leicht haben.
Bon Jovis neuer Sound
Natürlich gehört zum Erfolg auch der neue Sound von Bon Jovi: Mehr fette Synthesizer und der charakteristische Gitarrensound, den Richie Sambora mittels einer Talk-Box erzeugt. Dabei wird der Ton der Gitarren mit einem Plastikschlauch in den Mund übertragen, dort moduliert und dann vom Gesangsmikro übertragen.
Das Gerät selbst gab es schon lange. Die Eagles oder Peter Frampton hatten es eingesetzt, doch Sambora hat es neu entdeckt und so der Geschichte von Gina und Tommy nochmal etwas Besonderes hinzugefügt.