Therapie-Plätze werden weniger, Psychotherapeuten verdienen weniger – und der Bedarf an Hilfe in psychischen Krisen wächst zunehmend. Insofern ist es nur logisch, dass in vielen Fällen auch Künstliche Intelligenz als Hilfe in Anspruch genommen wird, erklärt Dr. Tobias Kleinert vom Lehrstuhl für Biologische Psychologie an der Uni Freiburg im Gespräch mit SWR Kultur.
Aber: „Menschliche Seelsorger können wahrhaftig und wirklich nachempfinden, was wir fühlen.“ Das könne eine KI nur imitieren. Es wäre ein großer Fehler, menschliche Therapie durch künstliche Therapie zu ersetzen, so Tobias Kleinert: „Die KI hat keine Psychotherapie-Ausbildung“.
Hunderte Experten beraten ab 8. Juli beim 23. Weltkongress der Telefonseelsorge in Budapest unter dem Motto „The human touch“ darüber, wie KI sinnvoll in der Telefonseelsorge eingesetzt werden kann.
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