Kinostart am 1. Oktober

Ofer Waldman über die Doku „Naza“: „Keine Auseinandersetzung wäre Verrat“

Am 1. Oktober startet die Dokumentation „Naza“ in den deutschen Kinos. Der Film behandelt den Gaza-Krieg und bespricht unter anderem die Vorwürfe, dass die israelische Armee systematisch zivile Opfer im Gazastreifen in Kauf nehme.

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„Die Israelis ahnen einen Abgrund“, sagt Ofer Waldman, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel-Aviv, im Gespräch mit SWR Kultur. Dieser Film konfrontiere sie damit und stelle die moralische Berechtigung dieses Kriegs in Frage.

Für die israelische Regierung sei eine öffentliche Debatte nicht erwünscht, meint Ofer Waldman: „Es fand noch keine öffentliche Aufarbeitung statt. Ein Untersuchungsausschuss wurde auch blockiert.“

Zu den Vorwürfen des Landesverrats gegen das Autorenduo Yuval Abraham und Rachel Szor sagt Ofer Waldman: „Verrat wäre für mich, wenn man sich mit diesem Krieg und seinem Hintergrund nicht auseinandersetzt.“

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Frauke Oppenberg
Frauke Oppenberg, Team SWR Kultur
Interview mit
Ofer Waldman