Streetwork mit Hund: Wie Resi Jugendlichen hilft, Vertrauen zu fassen

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Von Autor/in Jule Woll

Ich war schon immer ein Tiermensch. Ich wusste, wenn es die Möglichkeit gibt mit Tieren zu arbeiten, würde ich das gerne machen.

Vero arbeitet als Streetworkerin in Neustadt an der Weinstraße. An ihrer Seite: Hündin Resi. Seit April sind die beiden beruflich ein Team. Sie bieten mobile Sprechstunden an, organisieren Programme oder sind einfach draußen unterwegs – überall dort, wo junge Menschen sie brauchen.

Kennengelernt haben sich die beiden aber schon vor über zwei Jahren. „Ich hatte schon immer den Traum von einem eigenen Hund und als ich Resis Bilder gesehen habe, habe ich mich direkt in ihre süße Schnute verliebt.“

Resi kommt ursprünglich aus einem kleinen rumänischen Dorf. Sie wurde in ihrer ersten Familie misshandelt, ausgesetzt und landete schließlich in einem Tierheim. Vero entschied sich damals bewusst für einen Hund mit schwieriger Vergangenheit. „Es gibt so viel verlorene Seelen, die ein neues Zuhause suchen.“

Anfangs war Resi noch etwas ängstlich vor allem gegenüber Männern, seitdem hat sich viel verändert. Durch intensive Arbeit, darunter mehrere Hundeschulkurse und ein Begleithundetraining, hat Resi Selbstvertrauen gewonnen. Sie begegnet Menschen offen und sensibel – trotz allem, was sie erlebt hat. „Ich habe oft das Gefühl, dass sie spürt, wenn jemand unsicher ist. Dann reagiert sie besonders vorsichtig.“

Genau diese feine Wahrnehmung macht Resi zu einer wertvollen Unterstützung in Veros Arbeit. Gerade Jugendlichen fällt es oft schwer, Vertrauen zu fassen. Resis Anwesenheit schafft Nähe. Manche erzählen von ihren eigenen Tieren, andere lassen sich vorsichtig auf den Kontakt ein.

Resi ist für mich so eine Art Türöffner. Durch sie kommt man leichter ins Gespräch.

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