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Staatsbankett und Streetfood – Wie mit Essen Politik gemacht wird

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Von Autor/in Peter Bratenstein

Gemeinsames Speisen ist eines der ältesten Instrumente der Diplomatie, um Verständigung und Kooperation zu fördern. Nixons Annäherungen an China vollzogen sich genauso am Esstisch wie Kohls Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung.

Doch nicht nur Regierungschefs sollen durch kreative Menüs gnädig gestimmt, hofiert oder auf Distanz gehalten werden. Mit teils millionenschweren Gastrodiplomatie-Kampagnen wollen Staaten die "Herzen und Köpfe" der Bevölkerung erobern, geleitet von ökonomischen und sicherheitspolitischen Interessen.

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Regierungen tun weltweit durch Nation Branding einiges dafür, damit wir ihr Land mit bestimmten "Alleinstellungsmerkmalen" verbinden: In Italien kommt die Pizza in den Nationalfarben Grün, Weiß und Rot daher

Internationale Politik Nation Branding – Wenn Staaten zu Marken werden

"Deutschland" ist – auch – eine Marke. Genauso wie die Schweiz oder Schweden. Mit all diesen Staaten verbinden wir etwas. Und das ist kein Zufall.

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Richard Nixon, US-Präsident, trat 1974 wegen der Watergate-Affäre zurück.

9.8.1974 Watergate-Affäre: US-Präsident Richard Nixon tritt zurück

9.8.1974 | Zwei Jahre lang gärt die Watergate-Affäre. Bei der gegnerischen Partei einbrechen, Mikrofone anbringen, den Einbrechern Schweigegeld zahlen – 1973 kommt nach und nach heraus, wie sehr das Weiße Haus unter Präsident Richard Nixon in den Skandal involviert ist. Als dann noch neue Tonbandaufnahmen auftauchen, die den Präsidenten belasten und ein Impeachment-Verfahren droht, erklärt Richard Nixon seinen Rücktritt. Die Amtsgeschäfte übergibt er seinem Vizepräsidenten Gerald Ford. RIAS-Korrespondent Jürgen Koar berichtet darüber. Nixons Rücktritt ist der erste eines US-Präsidenten überhaupt.

Helmut Kohl am 19.12.1989 vor den Ruinen der Frauenkirche in Dresden

19.12.1989 Kohl wünscht sich Wiedervereinigung – Rede vor der Dresdner Frauenkirche

19.12.1989 | Kaum war die Mauer gefallen, stand die Frage der Wiedervereinigung im Raum. Es war aber nicht sofort klar, dass und vor allem wie schnell sie kommen würde. Bezeichnend ist die folgende Rede von Helmut Kohl vor den Ruinen der Dresdner Frauenkirche. Kohl spricht zunächst von "konföderativen Strukturen" zwischen den beiden deutschen Staaten, also noch nicht von Wiedervereinigung. Erst in einem Nachsatz schiebt er hinterher, dass sein persönliches Ziel die deutsche Einheit bleibe, wenn die geschichtliche Stunde es zulässt.

Das war gut einen Monat nach dem Mauerfall. Interessant auch die Kluft zwischen dem hörbaren Jubel im Publikum und der Bewertung des Reporters, der am findet, dass es jetzt nicht "die ganz große Rede" war.

Henry Kissinger (1923 - 2023) im März 1990 in Essen

4.11.1990 Henry Kissinger im Gespräch mit Dieter Kronzucker

4.11.1990 | Deutschland ist seit einem Monat wiedervereinigt. Ein guter Zeitpunkt für ein ausgiebiges Gespräch mit dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger (1923 - 2023), dessen politisches Leben wesentlich bestimmt war vom Ost-West-Konflikt in all seinen Ausprägungen. Von der Kuba-Krise über den Vietnamkrieg bis zum Eisernen Vorhang in Europa, der Deutschland 40 Jahre lang in Ost und West geteilt hat.
Kissinger, der 1923 als Heinz Alfred Kissinger im fränkischen Fürth geboren wurde, floh mit seiner Familie 1938 vor den Nazis in die USA, später wird er sicherheitspolitischer Berater und schließlich Außenminister unter Richard Nixon.
Im Gespräch mit Dieter Kronzucker blickt er auf sein Leben zurück, auf die Weltlage nach dem Mauerfall und er geht auch auf die Kritik ein, die viele an seiner Politik geübt haben.

Döner Kebab

Esskultur Ist der Döner eine deutsche Erfindung aus Berlin?

Das hört man oft, doch Döner Kebab stammt eindeutig aus der Türkei. Der deutsche Anteil beschränkt sich die Imbiss-Variante. Von Gábor Paál | Text und Audio dieses Beitrags stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

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Peter Bratenstein