Sonja Ernst

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In meinem Heimatdorf in Südhessen war ich die 300. Einwohnerin. Zumindest hat meine Großmutter das immer gesagt. Vom Dorf ging es nach der Schule nach Berlin und plötzlich war ich eine von damals knapp 3,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Mit im Gepäck war bereits meine Begeisterung für den Journalismus: Nach meinem Start bei der Lokalzeitung ging es in der Hauptstadt bei anderen Medien weiter.

Sonja Ernst
Sonja Ernst Sarah Köster

Ich studierte Politikwissenschaft – längere Aufenthalte im Ausland gehörten dazu. Zum Beispiel in Seoul, Südkoreas Hauptstadt, mit einer Bevölkerung von gut 10 Millionen Menschen – das fand ich richtig toll.

Noch größer wurde es dann nicht mehr. Es folgte Köln, wo ich mittlerweile mit meiner Familie lebe – und hier geht es mir auch sehr gut. Ich arbeite als freie Journalistin und mich treiben weiterhin vor allem Politik- und Gesellschaftsthemen um. Neben dem Schreiben für Print und Online ist der Hörfunk dazugekommen. Endlich, würde ich sagen. Denn das Erzählen über das Hören, das Arbeiten mit Ton und mehr Technik finde ich großartig.

Was als nächstes kommt? Mal schauen. Vielleicht auch irgendwann wieder das Leben als 300. Einwohnerin – mein Heimatdorf ist dafür aber mittlerweile zu groß.

Wütender Mann zeigt mit Finger auf Frau; die hält sich die Ohren zu: Emotionale Gewalt ist oft schwer zu erkennen. Die Folgen sind jedoch gravierend. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes böse Wort ist ein Übergriff.

Psychologie Psychische Gewalt – Wie sie krank macht und was schützt

Emotionale Gewalt ist oft schwer zu erkennen. Die Folgen sind jedoch genauso gravierend wie bei körperlicher Gewalt. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes böse Wort ist ein Übergriff.

Das Wissen SWR Kultur

Verkehrschild Mutter und Kind; das Kind ist ausgestanzt: Wer sich bewusst gegen Kinder entscheidet, muss sich oft erklären. Die "childfree"-Bewegung in den sozialen Medien zeigt, wie vielfältig Lebensentwürfe heute sind.

Psychologie Kinderlos – Was ein Leben ohne Nachwuchs bedeutet

Wer sich bewusst gegen Kinder entscheidet, muss sich oft erklären. Die "childfree"-Bewegung in den sozialen Medien zeigt, wie vielfältig Lebensentwürfe heute sind.

Das Wissen SWR Kultur

Ein Paar, Mann und Frau, stehen nebeneinander und schauen nachdenklich aus dem Fenster: Welcher Bindungstyp bin ich? Antworten liefert die Bindungstheorie, ein einflussreiches Konzept der Psychologie. Sie besagt, dass eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kindern entscheidend dafür ist, ob wir als Erwachsene beziehungsfähig oder bindungsunfähig sind.

Psychologie Beziehungsunfähig – Sind immer die Eltern schuld?

Die Bindungstheorie besagt: Eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kindern sei entscheidend dafür, ob wir als Erwachsene beziehungsfähig sind. Doch viele Faktoren prägen uns.

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Obdachloser schläft auf einer Parkbank: Die beste Strategie gegen Obdachlosigkeit ist, sie zu verhindern. Kommunen können Menschen helfen, wenn der Verlust der Wohnung droht. Neben Wohnraum brauchen Obdachlose Sinn im Leben.

Sozialpolitik Obdachlosigkeit – Was Städte dagegen tun können

Die beste Strategie gegen Obdachlosigkeit ist, sie zu verhindern. Kommunen können Menschen helfen, wenn der Verlust der Wohnung droht.

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Ein Mann steckt auf der Suche nach Pfandflaschen sein Gesicht in einen öffentlichen Mülleimer: Armut macht nicht nur krank, sondern verkürzt auch die Lebenserwartung. Bei Frauen in Deutschland um rund vier Jahre, bei Männern um etwa sieben.

Gesellschaft Wer arm ist, stirbt früher – Wege aus dem ungleichen Gesundheitsrisiko

Fitness und ausgewogene Ernährung können sich nicht alle leisten: Armut bedingt oft ein riskanteres Gesundheitsverhalten, weil Wissen fehlt und wenig Geld meist Stress bedeutet.

Das Wissen SWR Kultur

Ein Häftling schaut durch das vergitterte Fenster seiner Zelle: Häftlinge kämpfen mit Süchten, Depressionen, Schuldgefühlen, Ängsten oder Psychosen. Die Suizidrate ist deutlich höher als bei Menschen außerhalb des Strafvollzugs.

Strafvollzug Psychisch krank im Gefängnis – Wie Therapien Suizide und Rückfälle verhindern könnten

40 bis 70 Prozent der Häftlinge im Strafvollzug in Deutschland sind psychisch erkrankt – genaue Zahlen fehlen. Experten des Europarats kritisieren die schlechte psychiatrische Versorgung in deutschen Gefängnissen. Dabei könnte eine gute Versorgung auch das Rückfallrisiko senken.

Das Wissen SWR Kultur

Ältere Frau sitz in einem Herbstwald einsam auf einer Bank: Einsamkeit ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Unterschiedliche Projekte sollen einsamen Menschen helfen

Gesellschaft Einsamkeit überwinden – Wege aus der sozialen Isolation

Einsamkeit ist ein gesellschaftliches Problem. Die Politik hat die Brisanz erkannt: Kampagnen sollen aufklären, Forschung wird gefördert.

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Reinigungskraft wischt Fußboden: Etwa neun Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind von Armut betroffen. Sie haben trotz Arbeit und teils mehrerer Jobs monatlich weniger als 1.250 Euro zur Verfügung. Zu den Working Poor gehören Männer wie Frauen; in Teilzeit, aber auch in Vollzeit – mit und ohne feste Verträge. Es trifft die Reinigungskraft, den Kraftfahrer, die Kosmetikerin. Sie sind arm – trotz Arbeit.

Gesellschaft Arm trotz Arbeit – Was gegen Erwerbsarmut hilft

Reinigungskräfte, Paketboten, Callcenter-Beschäftigte: Viele Menschen sind trotz Arbeit arm. Der Mindestlohn soll helfen, aber es gibt auch noch andere Stellschrauben.

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Junge mit blauem Kapuzenshirt lehnt an einem Gitter und schaut nach unten: Etwa 40.000 Minderjährige und junge Menschen in Deutschland haben kein festes Zuhause. Was treibt die Jungendlichen auf die Straße? Wann hilft ihnen der Staat, wo sind Lücken? Und was wünschen sich junge Obdachlose?

Gesellschaft Jung und obdachlos – Warum Hilfe so schwierig ist

Etwa 40.000 Minderjährige und junge Menschen in Deutschland haben kein festes Zuhause. Was treibt die Jungendlichen auf die Straße? Wann hilft ihnen der Staat, wo sind Lücken? Und was wünschen sich junge Obdachlose?

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Eine Seniorin mit OP-Maske und Rollator geht alleine über einen Flur im Altenheim: Altenheime wollen und sollen ihre Bewohner vor einer Corona-Infektion bewahren. Doch dieser Schutz hat Folgen für alle, die teils monatelang allein in ihren Zimmern lebten: Einsamkeit, Depressionen, ein schwindender Lebenswille.

Gesellschaft Pflegeheime in der Pandemie – Isolation und Einsamkeit

Menschen in Altenheimen sollen vor Corona geschützt werden, doch das hat teils gravierende Folgen: Einsamkeit und Depression, körperlicher Abbau. Vielen fehlt die soziale Teilhabe.

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SWR