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Psychisch krank im Gefängnis – Wie Therapien Suizide und Rückfälle verhindern könnten

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Von Autor/in Sonja Ernst

40 bis 70 Prozent der Häftlinge im Strafvollzug und in U-Haft sind Schätzungen zufolge psychisch erkrankt – genaue Zahlen fehlen. Sie kämpfen mit Süchten, Depressionen, Schuldgefühlen, Ängsten oder Psychosen. Die Suizidrate ist deutlich höher als bei Menschen außerhalb des Strafvollzugs.

Experten des Europarats kritisieren die schlechte psychiatrische Versorgung in deutschen Gefängnissen. Dabei könnten gute Therapien auch das Rückfallrisiko senken.

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Kerzen und Blumen: Trauer nach dem Amoklauf auf dem Campusgelände der Universität Heidelberg, bei dem eine Studentin im Januar 2022 getötet worden war. Dem Täter, der sich vor der Tat zweitweise in psychiatrischer Behandlung befunden hatte, waren psychische Störungen bescheinigt worden.

Psychologie Psychisch gestörte Attentäter – Seelische Krankheiten und Gewalt

Nach Attentaten heißt es oft, der Täter sei psychisch krank. Tatsächlich leiden viele unter einer wahnhaften Schizophrenie. Sind psychisch kranke Menschen besonders gefährlich?

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Gefangenentrakt in der Justizvollzugsanstalt Herford: Wenn junge Menschen ins Gefängnis kommen, haben sie zumeist schon eine ganze Reihe von anderen Strafmaßnahmen wie Arbeitsstunden oder Jugendarrest hinter sich. Für eine erfolgreiche Resozialisierung muss die Spirale von Kriminalität und Strafe irgendwie durchbrochen werden.

Resozialisierung Knast, und dann? – Wege aus der Jugendkriminalität

Wenn Jugendliche straffällig werden, bietet das Gesetz viele Möglichkeiten, bevor sie ins Gefängnis müssen: etwa Sozialstunden, Kurse, Täter-Opfer-Ausgleich. Hier steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund, aber irgendwann bleibt dann nur noch die Haft. Wie resozialisiert man jugendliche Täterinnen und Täter?

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An einer Schnur befestigter Rettungsring mit schwarzem Herzsymbol: Mehr als 9.000 Menschen nehmen sich jedes Jahr in Deutschland das Leben. Forscherinnen und Forscher haben wirksame Therapien, Apps und Beratungskonzepte für Betroffene und Angehörige mit Suizidgedanken entwickelt. Allerdings fehlt Geld, um die Hilfsangebote überall verfügbar zu machen.

Welttag der Suizidprävention Suizide – Wie lassen sie sich verhindern?

Es gibt wirksame Therapien und Hilfsangebote, aber nationale Präventionsprogramme für besonders gefährdete Personen fehlen: Männer, Ältere, psychisch Kranke und Alkoholabhängige.

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Männer sind am Anfang einer Depression häufig aggressiv, reizbar, wütend, neigen zu riskantem Verhalten. Die Krankheit wird daher oft nicht erkannt, wenn "typische" Zeichen wir Antriebslosigkeit und Traurigkeit fehlen.

Psychologie Depressionen bei Männern – Eher gereizt als niedergeschlagen

Antriebslos und traurig zu sein, halten viele für typische Zeichen einer Depression. Männer sind anfangs aber häufig aggressiv, reizbar, sie neigen zu Wutausbrüchen und riskantem Verhalten.

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