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Nägelkauen, Haarezupfen, Skin Picking – Wann die Gewohnheit zur Krankheit wird

Julia Nestlen im Gespräch mit der Psychologin Christina Gallinat

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Skin Picking: Das sind körperbezogene repetitive Verhaltensweisen wie Nägelkauen, das Knibbeln an der Haut oder das Auszupfen von Haaren. Solche Angewohnheiten sind weit verbreitet. Sie helfen auch, Stress abzubauen. Doch Skin Picking kann problematische und pathologische Ausmaße annehmen und zu einer psychischen Störung mit Parallelen zu selbstverletzendem Verhalten und Zwangsstörungen führen.

Bis zu vier Millionen Betroffene in Deutschland leiden unter den körperlichen Folgen, Scham und mangelnden Informationen.

Die Psychologin Christina Gallinat forscht zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Junge Frau schaut in einen kaputten Spiegel: "Warum hat es mich erwischt?" Das fragen sich viele Kranke. Der Zusammenhang zwischen Psyche und Krankheit beschäftigt Forschende.

Gesundheit Krank oder gesund – Eine Frage der Persönlichkeit?

"Warum hat es mich erwischt?" Das fragen sich viele Kranke. Die sogenannte "Krebspersönlichkeit" gibt es nicht, doch der Zusammenhang zwischen Psyche und Krankheit beschäftigt Forschende weiterhin. 

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Verschwommenes Bild eines Jungen, der am Computer spielt: Wer kaum stillbare Lust auf Sex verspürt oder fast ununterbrochen Computerspiele spielt, wer besonders lange trauert oder unnütze Dinge hortet, gilt seit 1. Januar 2022 als psychisch krank – gemäß der elften Fassung der internationalen Klassifikation der Krankheiten: ICD-11.

Psychologie Psychisch krank oder gesund – Wie seelische Störungen definiert werden

Täglich mehrmals Sex, Computerspiele ohne Pausen, langanhaltende Trauer oder Sammelwut – diese Verhaltensweisen gelten jetzt als psychische Krankheiten. Wenn die Betroffenen darunter leiden.

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Gespräch mit
Christina Gallinat
Das Gespräch führte
Julia Nestlen
Portraitbild der Reporterin Julia Nestlen.