SWR2 Wissen

Psychisch krank oder gesund – Wie seelische Störungen definiert werden

Teilen

Stand

Von Autor/in Jochen Paulus

Wer kaum stillbare Lust auf Sex verspürt oder fast ununterbrochen Computerspiele spielt, wer besonders lange trauert oder unnütze Dinge hortet, gilt seit 1. Januar 2022 als psychisch krank – gemäß der elften Fassung der internationalen Klassifikation der Krankheiten: ICD-11.

Ein Vorteil ist, dass die Krankenkassen die Behandlungskosten übernehmen. Doch fühlen sich viele Betroffene gar nicht krank. Menschliche Vorlieben würden durch das ICD-11 unnötig zu "Störungen" gemacht, warnen Fachleute. Trotzdem macht ein international gültiges Diagnose-Handbuch Sinn.

SWR 2022

Gesundheit Krank oder gesund – Eine Frage der Persönlichkeit?

"Warum hat es mich erwischt?" Das fragen sich viele Kranke. Die sogenannte "Krebspersönlichkeit" gibt es nicht, doch der Zusammenhang zwischen Psyche und Krankheit beschäftigt Forschende weiterhin. 

SWR2 Wissen SWR2

Psychologie Psychisch gestörte Attentäter – Seelische Krankheiten und Gewalt

Nach Attentaten heißt es oft, der Täter sei psychisch krank. Tatsächlich leiden viele unter einer wahnhaften Schizophrenie. Sind psychisch kranke Menschen besonders gefährlich?

Das Wissen SWR Kultur

Heidelberg

Gesellschaft Malerei aus der Psychiatrie – Wie die "Sammlung Prinzhorn" die Kunst beeinflusst hat

Einst von den Nazis geächtet, ist die Sammlung Prinzhorn heute weltbekannt. Seit 100 Jahren zeigt sie Kunstwerke von psychisch kranken Menschen und ändert unseren Blick auf sie.

SWR2 Wissen SWR2

Psychologie Menschenkenntnis – Kann man sie lernen?

Studien zeigen, dass wir unsere Menschenkenntnis oft überschätzen. Der viel beschworene "erste Eindruck", auf den wir so viel geben, kann ziemlich täuschen.

Das Wissen SWR Kultur

Gesundheit Richtig Laufen – Wie der Ausdauersport Körper und Psyche stärkt

Laufclubs boomen, immer mehr Menschen trainieren für einen Marathon. Regelmäßiges Laufen stärkt das Herz-Kreislauf-System und hilft, Stress abzubauen – auch ohne extreme Distanz.

Das Wissen SWR Kultur

Neurobiologie Menschliche Zellen im Mäusehirn: Fortschritte in der Hirnforschung

Forschende in den USA haben Mäuse gezüchtet, deren Gehirn zum Teil aus menschlichen Nervenzellen besteht. Dabei arbeiten sie mit Organoiden, also Mini-Hirnen aus dem Labor, die sie in die Mäuse verpflanzt haben. Das Ziel: unser Gehirn noch besser verstehen.
Astrid Meisoll im Gespräch mit Veronika Simon, ARD-Wissenschaftsredaktion

Impuls SWR Kultur

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Jochen Paulus
Jochen Paulus