Am 1. Januar 2002 wird in Deutschland die D-Mark durch den Euro ersetzt. Damit bald alle ihr Bargeld umtauschen können, müssen Banken im ganzen Land mit Banknoten und Münzen versorgt werden. So fahren vier Monate – genauer: 120 Tage – vor dem Stichtag Geldtransporter durchs ganze Land. Mehr als 60 Milliarden Euro sind auf den Straßen unterwegs.
Die Bevölkerung wird über die Sicherheitsmerkmale der neuen Währung informiert. Und darüber, dass es das Geld wirklich erst ab dem neuen Jahr gibt, nicht schon vorher.
15.12.1995 Der "Euro" bekommt seinen Namen
15.12.1995 | Das Geld, mit dem wir heute bezahlen, bekam 1995 seinen Namen. Es war der damalige Bundesfinanzminister Theo Waigel, der den Namen Euro vorgeschlagen hat. Am 15. Dezember verständigen sich auch die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem Gipfel in Madrid schnell darauf.
1.7.1990 D-Mark für die DDR: Stunde Null auf dem Alexanderplatz
1.7.1990 | Mit dem Juli kommt die Währungsunion. Eine Filiale der Deutschen Bank am Alexanderplatz gibt schon um Mitternacht die ersten DM-Scheine aus. Der Andrang ist groß. Es gibt Tumulte. Im Getümmel werden Menschen ohnmächtig und verletzt. Wer nicht an den Schalter kommt, ist sauer. Wer schon die D-Mark in der Tasche hat, singt und feiert auf dem Platz die Nacht der Währungsunion.
Aber nicht jedem ist nach Feiern zumute. Konrad Weiß, Mitglied der Bürgerrechtsbewegung und Regisseur, kommt in Südfunk Aktuell zu Wort. Er findet, die Währungsunion komme zu schnell und die ideellen Werte der Bewegung würden vergessen.