21.10. bis 8.11.2021

Belarus benutzt Flüchtlinge an Polens Grenze für politische Zwecke

Teilen

Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Im Herbst 2021 lässt Belarus Tausende von Flüchtlingen an die Grenze zu Polen bringen – die zugleich Außengrenze der EU ist. Aus Sicht der EU benutzt Belarus die Flüchtlinge, um Druck auf die Europäische Union auszuüben. Die nämlich erkennt den belarusischen Machthaber Lukaschenko nicht als Staatschef an und hat nach der Niederschlagung der Opposition Sanktionen gegen ihn verhängt.

Während die Geflüchteten – die meisten aus Syrien und Afghanistan – in den Wäldern campieren und immer wieder versuchen, mit belarusischer Hilfe über die Grenze zu kommen, verstärkt Polen den Grenzschutz und erklärt den Ausnahmezustand im Grenzgebiet.

Auch die Presse darf dort nicht mehr hin. Polen-Korrespondent Jan Pallokat nahm deshalb über Social Media und Telefon Kontakt zu dort lebenden Menschen auf.

Die Zahl der Flüchtlinge nimmt anschließend weiter zu. Sie kommen verstärkt auch in größeren Gruppen von teilweise mehreren hundert Personen. Polen versetzt zusätzlich zu Armee und Grenzschutz sogenannte „Territorialverteidigungsgruppen“ – eine Art Freiwilligenarmee – in Alarmbereitschaft.

Journalisten umringen eine Person, viele schrieben, eine Person hält ein Mikrofon: Das SWR2 Archivradio sucht Audiobeiträge (Radio oder Podcast) aus dem Jahr 2021, die Radiogeschichte schreiben werden.

SWR2 Archivradio-Aktion „Jetzt schon historisch!“

An diese Ereignisse werden wir uns noch in zehn Jahren erinnern.