Podcast abonnieren

Archivradio – Geschichte im Original

Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar.
Ein ARD-Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. Da es sich lange um einen SWR2-Podcast gehandelt hat, enthalten viele Audios noch den alten Namen "SWR2 Archivradio".

Teilen

Stand
  • Der Schah verlässt Persien

    16.1.1979 | 48 Jahre herrschte Schah Reza Pahlavi über den Iran, damals Persien genannt. Der Schah regierte autokratisch, Oppositionelle wurden verfolgt.

  • Irans Todesurteil gegen Autor Salman Rushdie

    15. bis 17.2.1989 | Salman Rushdies Roman "Die satanischen Verse" enthält viele Anspielungen auf den Propheten Mohammed. Fundamentalreligiöse Muslime sind empört.

  • Abrechnung mit Stalins Personenkult: Chruschtschows Geheimrede

    25.2.1956 / 21.6.1956 | Am 5. März 1953 starb der sowjetische Diktator Josef Stalin. Sein Nachfolger als Parteichef der KPdSU wurde Nikita Chruschtschow.

  • Bundeskanzler Adenauer will Atomwaffen: Bundestag debattiert tagelang

    20. bis 25.3.1958 | Konrad Adenauer strebt in den 1950ern die friedliche Nutzung der Atomenergie an und will die Bundeswehr im Rahmen der NATO atomar bewaffnen.

  • Plagiatsaffäre zwingt Guttenberg zum Rücktritt

    16.2. bis 1.3.2011 | Karl-Theodor zu Guttenberg gehörte zu den beliebtesten Politikern. Seine Karriere endet abrupt, weil er sich in seiner Doktorarbeit mit fremden Federn schmückt.

  • Rita Süssmuth über ihren Kampf in der Aids-Politik

    23.11.1988 | Rita Süssmuth ist Bundesgesundheitsministerin bis 1988, als der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Helmut Kohl sie zur Bundestagspräsidentin vorschlägt. Süssmuth folgt diesem Ruf nicht ohne zu betonen, dass sie in der Aids-Politik weiter mitreden werde. Am 23. November 1988 gibt sie zur Überraschung vieler eine Abschiedspressekonferenz und zieht eine deutliche Bilanz. Sie habe in der Regierung oft mit dem Rücken zur Wand gestanden.

  • Erstes Zuwanderungsgesetz in Deutschland

    9.7.2004 | Deutschland sei kein Einwanderungsland – das war das Mantra der Bundesregierung Kohl bis 1998. Es war nicht vorgesehen, dass Menschen dauerhaft nach Deutschland zogen.

  • Physiker Werner Heisenberg über sein Leben

    30.3.1968 | Werner Heisenberg prägte die Grundlagen der Kernphysik und ihre Anwendung, die Kernenergie. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er an einem ersten deutschen Kernreaktor.

  • Die "Challenger" explodiert

    28.1.1986 | Die Raumfähre "Challenger" explodiert kurz nach dem Start. Die sieben Astronauten an Bord sterben. Eine Katastrophe der Raumfahrt.

  • Das Wirtschaftswunder – Kaufrausch, Elvis, Urlaubsreisen

    1957 eröffnet der erste Supermarkt, die Deutschen entdecken Autos, Mallorca und das Fernsehen. Die Gegenbewegung der "Gammler" entzieht sich dem Ideal von Fleiß und Konsum.

  • Gammler in München-Schwabing verärgern die Deutschen

    14.4.1966 | In den 1960ern entwickelt sich in den beiden deutschen Staaten die Subkultur der Gammler – eine Art Gegenentwurf zum arbeitsamen Deutschen der Wirtschaftswunderjahre.

  • Elvis Presley landet als GI in Bremerhaven

    1.10.1958 | Elvis Presley war schon ein Weltstar, als er einen Einberufungsbefehl zum Militärdienst erhielt. Er absolvierte seine Grundausbildung in Texas und wurde in Deutschland stationiert.

  • Bundespräsident Theodor Heuss begrüßt Kriegsgefangene in Friedland

    18.10.1955 | Adenauer und Chruschtschow hatten die Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen vereinbart. Gut einen Monat später begrüßt Theodor Heuss Heimkehrer in Friedland.

  • Die Deutschen entdecken Mallorca

    16.3.1957 | Bis 1956 war Mallorca für die meisten Deutschen eine eher unbekannte Insel im Mittelmeer – der Weg dorthin wäre für einen Urlaub viel zu weit und zu teuer gewesen. Doch im Frühjahr 1956 nimmt die Deutsche Flugdienst GmbH ihren Betrieb auf, der Vorläufer der späteren Charter-Fluggesellschaft Condor. Als erste Ziele für Charterreisen bietet sie an: das Heilige Land, Kairo mit den Pyramiden, und eben: Mallorca.
    Es sind Propellerflugzeuge, geflogen von US-amerikanischen Militärpiloten. Deutsche Piloten müssen erst noch ausgebildet werden bzw. diejenigen, die vor Kriegsende ihre Fluglizenz erworben hatten, dürfen noch nicht wieder fliegen.
    Ein solcher Flug ist damals etwas Besonderes, eine Mallorca-Reise deutlich teurer als eine Autofahrt nach Italien. Die Reportage aus dem Jahr 1957 zeigt, wie schnell sich der Urlaubstipp Mallorca herumspricht.
    Reporter ist Markus Joachim Tidick vom Südwestfunk. Der Bericht wird am 16. März 1957 unter dem Titel "Deutsche Luft-Touristen auf Mallorca" gesendet.

  • Besuch in der modernsten Zeche Europas

    22.3.1952 | Das Ruhrgebiet ist in den 1950ern Zentrum des wirtschaftlichen Aufschwungs; Kohle treibt die Wirtschaft an. Reportage aus der Zeche Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort.

  • Konrad Adenauer unterschreibt den "Marshallplan"

    15.12.1949 | Nach dem Zweiten Weltkrieg schlägt US-Außenminister George C. Marshall (1880 - 1959) ein 12 Milliarden Dollar schweres Aufbauprogramm für Westeuropa vor.

  • Ludwig Erhard begrüßt die Währungsreform

    21.6.1948 | Mehr Freiheit in der Wirtschaft. Freier Konsum, freie Berufswahl: Die Währungsreform wird ein drohendes politisches Chaos verhindern – hofft Ludwig Erhard.

  • Mädchen auf dem Kölner Schwarzmarkt

    9.2.1948 | In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg liegt die deutsche Wirtschaft am Boden. Die Städte sind zerstört, viele Menschen leben von der Hand in den Mund.

  • Hamas gewinnt die Wahlen in Palästinensergebieten

    25. und 26.1.2006 | Die regierende Fatah von Präsident Mahmud Abbas wird 2006 abgewählt. Sie gilt als korrupt. Viele setzten deshalb ihre Hoffnung in die Hamas.

  • Grönland stimmt für Autonomie

    18.1.1979 | Bis 1953 war Grönland dänische Kolonie. Dann wurde es ein Teil Dänemarks. Doch die Unzufriedenheit wuchs; nicht zuletzt wegen der Zwangssterilisation indigener Frauen.

  • Werner Heisenberg über die Chancen der Kernenergie – Atomkocher für die Hausfrau?

    3.1.1951 | Die Atomtechnik kommt in den 1950er-Jahren wie gerufen: Die Kohlevorkommen in Deutschland drohen knapp zu werden für den steigenden Energiebedarf der Bevölkerung.

  • Paul Watzlawick über seine Kommunikationstheorie und das Unglücklichsein

    5.11.1985 | Paul Watzlawick (1921 - 2007), Autor des Bestsellers "Anleitung zum Unglücklichsein", war auch ein großer Wissenschaftler.

  • Donald Trump und der Sturm aufs Kapitol – Nationalgarde wird nicht gerufen

    6.1.2021 | Der bei den Wahlen unterlegene US-Präsident Donald Trump weigert sich noch immer, seine Niederlage anzuerkennen. Den 6. Januar 2021 sieht er als letzte Chance, im Amt zu bleiben.

  • USA verhaften Panamas Machthaber Noriega – Streit mit Vatikan

    Die Invasion in Panama am 20. Dezember 1989 begründet die US-Regierung auch damit, dass sie Machthaber Manuel Noriega für seine Drogengeschäfte zur Verantwortung ziehen will. Doch so schnell findet sie ihn nicht. An Heilig Abend findet Noriega ausgerechnet Unterschlupf in der Nuntiatur – also der Botschaft des Vatikan in Panama. Die USA scheuen davor zurück, in die Botschaft einzudringen und versuchen es mit anderen Methoden. Am 29. Dezember beschallen sie die Botschaft extrem laut mit Rockmusik.
    Nachdem auch das nicht hilft, blockieren die USA erstmal die Botschaften von Kuba und Nicaragua, damit Noriega nicht noch womöglich dorthin wechselt. Unterdessen spekuliert ein Bericht vom 2. Januar darüber, welches Interesse ausgerechnet der Vatikan hat, einen Schwerverbrecher wie Noriega Schutz zu bieten. Erpresst Noriega womöglich den Vatikan möglich mit Dokumenten über dessen Kontakte zur Drogenmafiaß
    Am 3. Januar schließlich ist es soweit, Noriega verlässt die vatikanische Botschaft und stellt sich.
    Noriega wird nach Florida gebracht. Ein Gericht in Miami verurteilt ihn schließlich zu einer Freiheitsstrafe von 40 Jahren. In Frankreich und in Panama selbst folgen weitere Prozesse. Noriega stirbt 2017 an einem Hirntumor.

  • US-Invasion in Panama – Fahndung nach Machthaber Noriega

    20.-22.12.1989 | Manuel Noriega, der langjährige Machthaber in Panama, stand lange auf der Gehaltsliste der CIA. Denn über Panama konnten die USA Waffen ins benachbarte Nicaragua schmuggeln, um die dortigen Contra-Rebellen zu unterstützen.
    Doch 1988 hat Washington genug von Noriega. Der ist offensichtlich in Drogenhandel und Geldwäsche verstrickt. Die USA sorgen sich außerdem um den freien Zugang zum Panamakanal. 1989 gibt es Wahlen in Panama – doch Noriega ignoriert sie und bleibt mit Gewalt an der Macht. Ende des Jahres spitzt sich die Situation weiter zu. Bis US-Präsident George Bush (sen.) befiehlt kurz vor Weihnachen, in Panama einzumarschieren und Noriega festzunehmen.
    Bemerkenswert ist, dass diese Ereignisse in den bundesdeutschen Nachrichten oft nicht an erster Stelle stehen – denn zeitgleich kommt es auch in Rumänien zum Sturz von Diktator Ceaucescu. Diese Meldungen aus Bukarest sind oft der Aufmacher in den Nachrichten, dann erst kommen die Nachrichten aus Panama. Die ersten Berichte von der Invasion erreichen das deutsche Radiopublikum am Morgen des 20. Dezember 1989.
    20.000 US-Soldaten sind an der Invasion beteiligt. Doch so schnell wie erhofft, kommen sie nicht zum Ziel. Am Folgetag wird die Lage erstmal unübersichtlich.
    Finden am Tag der Invasion mehr als 90 Prozent der US-Bevölkerung die Militäraktion gut und richtig, fängt die Stimmung am zweiten Tag danach bereits an zu kippen.
    Noriega gelingt es, an Heilig Abend in die Botschaft des Vatikan in Panama zu fliehen.
    Wie es die danach weiterging und die USA mit dem Vatikan stritten, erzählt die Archivradio-Folge „USA verhaften Panamas Machthaber Noriega“. (http://swr.li/noriega)

  • Die ersten Soldatinnen der Bundeswehr

    2.1.2001 | 2. Januar 2001: Knapp 250 Frauen werden als Soldatinnen in die Bundeswehr aufgenommen. Sie sind erstmals für den Dienst an der Waffe zugelassen.

  • Das ist das Archivradio – Geschichte in Originaltönen

    Historische Tonaufnahmen und Radioberichte vom 19. Jahrhundert bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar.

  • Frühe Live-Reportage: nächtlicher Besuch im Kölner Dom

    28.4.1930 | Eine der frühesten Live-Reportagen im deutschen Rundfunk. In dem Hörbild geht es weniger um den Dom als darum, die Grenzen der Klangkunst auszuloten.

  • "Die Sünderin" mit Hildegard Knef darf im Kino gezeigt werden

    19.1.1951 | Prostitution, Tötung auf Verlangen, Suizid: Die katholische Kirche protestiert 1951 vor der Premiere; die FSK will den Film nicht freigeben.

  • Hildegard Knef wird 70 und spricht über rote Rosen

    28.12.1995 | Die Knef (1925 - 2002) ist der erste deutsche Weltstar der Nachkriegszeit. Mit 15 geht sie von der Schule ab, landet beim Film. Ihre Karriere führt sie nach Hollywood.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR