Podcast

SWR Kultur Forum

Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.

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Stand
  • Tage der Gewalt - Wohin steuert der Iran?

    Es scheint, als würden die schlimmsten Befürchtungen wahr: Mindestens 2.500 Menschen, so schätzen NGOs, sollen bei den Massenprotesten im Iran getötet worden sein, mehr als achtzehntausend verhaftet. Die Führung der selbsternannten Islamischen Republik schlägt mit brutaler Härte gegen die eigene Bevölkerung zurück. „Hilfe ist unterwegs“, verspricht Donald Trump den Demonstrierenden – und während die Welt rätselt, was er damit meint, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz das iranische Regime bereits am Ende. Ist das so? Sind die Tage der Mullah-Diktatur gezählt? Vor welcher Zukunft steht der Iran? Eva Röder diskutiert mit Ali Sadrzadeh – Journalist und Autor; Gilda Sahebi – Journalistin und Autorin; Karin Senz – ehemalige ARD-Hörfunkkorrespondentin im Iran

  • „Dry January“ – rauschlos glücklich?

    Prosecco, Gin, Bier oder Wein – Alkohol gehört zur deutschen Trinkkultur und das seit Jahrtausenden. Mit Dry January hat sich auch in Deutschland ein Trend etabliert, der diesem Konsum einen Monat lang abschwören will. Der Gesundheit wegen, um Gewohnheiten zu durchbrechen und sich besser zu fühlen. Doch warum ist Alkohol seit Jahrtausenden tief in der menschlichen Kultur verankert? Ist Alkohol nicht vielmehr als nur eine Droge, die süchtig macht? Und birgt der Rausch nicht unvergleichliche Glücksmomente? Susanne Babila diskutiert mit Prof. Dr. Anil Batra – Leiter des Bereichs Suchtmedizin und Suchtforschung an der Universität Tübingen; Christine Koschmieder – Schriftstellerin; Denis Scheck – Literaturkritiker

  • Hass und Hetze im Netz – Wo bleibt die Würde auf TikTok und Co?

    „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes. Doch die Würde des Menschen bleibt im digitalen Raum allzu oft auf der Strecke. Auf Instagram und TikTok wird das schöne, problemfreie Leben in Dauerschleife propagiert. Das Geschäftsmodell von X sind Krawalldebatten und gezielte Verletzungen der Menschenwürde. Algorithmen fördern Inhalte, die emotionalisieren und polarisieren. Wer von Hass und Hetze im Netz betroffen ist, hat oft nur geringe Aussichten, sich gegen Hate Speech zu wehren. Wo bleibt die Würde des Menschen auf Social Media? Kristine Harthauer diskutiert mit Prof. Dr. Jeanette Hofmann – Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin; Prof. Dr. Daniel Hornuff – Kulturwissenschaftler an der Kunsthochschule der Universität Kassel; Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer – Direktor des Instituts für Medienrecht und Kommunikationsrecht an der Universität zu Köln

  • Erst Venezuela, dann Grönland? – Trumps neue Weltordnung

    Der nächtliche US-Schlag in Venezuela war eine Demonstration der Stärke und zugleich eine Botschaft an die Welt. Nicht zum ersten Mal degradiert Amerika die Staatengemeinschaft und ihre Institutionen zu Statisten. War Venezuela nur der Anfang, folgt jetzt auch Grönland? Russland überfällt die Ukraine, China schielt auf Taiwan, Europa, die Nato und Deutschland müssen sich neu sortieren. Oder sie verlieren. Gelten Regeln oder gilt die Macht des Stärkeren? Aber wie sieht eine Welt aus, in der sich die Mächtigen nicht mäßigen? Noch in seiner Silvesteransprache sagte Kanzler Merz: "Wir sind kein Spielball von Großmächten." Vielleicht sind wir es doch? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Sabine Kurtenbach – Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA-Institut), Hamburg; Prof. em. Dr. Herfried Münkler – Politikwissenschaftler, Berlin; Dr. Christoph von Marschall – Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion beim Tagesspiegel, Berlin

  • Kämpfen, schießen, gehorchen – Braucht die Bundeswehr mehr Frauen?

    Frauen in der Armee? Womöglich im Kampfeinsatz? Bis Anfang des Jahrhunderts war das in Deutschland kaum denkbar. Erst ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat es Frauen ermöglicht, alle militärischen Laufbahnen bei der Bundeswehr einzuschlagen. 25 Jahre ist es her, dass die ersten in die Kasernen einzogen. Bis heute sind Soldatinnen bei der Truppe die Ausnahme. Dabei bräuchte die Bundeswehr dringend mehr Personal. Wie steht es um die Gleichstellung in der deutschen Armee? Sollten Frauen zum Kämpfen verpflichtet werden dürfen? Und wieviel Weiblichkeit tut der Bundeswehr gut? Marion Theis diskutiert mit Hauptmann Maria Holz – Deutscher Bundeswehr Verband; Stefanie Lohaus – Stefanie Lohaus, Journalistin und Mitglied der Geschäftsführung der EAF Berlin; Dr. Gerhard Kümmel – Militärsoziologe

  • Kanzler mit Kompass – Was lehrt uns Adenauer heute?

    Der „Alte von Rhöndorf“ war ein Spitzname Konrad Adenauers, des ersten Kanzler der Bundesrepublik. Am 5. Januar 1876, vor 150 Jahren, wurde er in Köln geboren. Als er 74-jährig sein Amt antrat, hatte er schon eine beachtliche politische Karriere und einen Lebensweg hinter sich. Er kam aus dem Kaiserreich, erlebte die Weimarer Republik, wurde von den Nazis abgesetzt und nach dem Krieg für vierzehn Jahre Kanzler. Wie erzog er die Deutschen zur Freiheit? Wie wandelte sich sein Demokratieverständnis? Wie restaurativ war er? Wie schauen wir heute auf ihn? Wie modern war der „Alte“? Michael Köhler diskutiert mit Prof. em. Dr. Jost Dülffer – Historiker, Köln; Prof. Dr. Friedrich Kießling – Historiker Universität Bonn; Prof. Dr. Elke Seefried – Historikerin, RWTH Aachen

  • Im Dunkel bleiben – Wie finster ist die Nacht?

    Der Winter-Blues verdunkelt manchem die Seele. Die Nacht ist aber nicht lichtlos und der Himmel nicht schwarz. Kinder kennen die Angst vor Dunkelheit, Erwachsene fürchten finstere Träume. Was im Dunkeln bleibt, beunruhigt, wirft Fragen auf. Malerei, Dichtung und Musik feiern die Nacht als Erkenntnis- und Liebesraum. Sie sagen und singen, dass wir aus dem Dunklen kommen und im häufig Dunklen bleiben. Warum fürchten wir Finsternis, wie nutzen die Künste die Nacht, was lehrt das Dunkle über die Vergangenheit? Michael Köhler diskutiert mit Prof. Dr. Elisabeth Bronfen - Anglistin, Film-, Medienwissenschaftlerin, Universität Zürich, Prof. Dr. Ernst Peter Fischer - Wissenschaftshistoriker, Physiker, Sachbuchautor Heidelberg, Dr. Manfred Osten, Kulturhistoriker, Bonn

  • Das Forum 2025 – Ein Jahr und seine Meinungen

    Drei Gäste, ein Thema. Im Forum von SWR-Kultur versuchen wir im Gespräch das abzubilden, was die Gesellschaft bewegt. Das Jahr 2025 war kein leichtes Jahr. Die Debatten wurden teilweise hitzig geführt. Die Auswahl in diesem Jahresrückblick beansprucht keine Vollständigkeit. Was hat uns bewegt, was empört, was überrascht oder verstört wie wurde darüber gesprochen? Davon soll dieses Forum, moderiert von Thomas Ihm, einen Eindruck vermitteln.

  • Mühle, Mau-Mau, Minecraft – Warum spielen wir?

    Spiele zu spielen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Spielen kann jeder und jede. Aber nicht nur Kinder haben Freude am Spiel. Gesellschaftsspiele und Games verkaufen sich so gut wie nie. Die Spielwaren-Branche macht auch in der Krise Gewinn: Rund 4,5 Milliarden Euro geben die Konsumenten in diesem Jahr für Spielzeug und Spiele aus – ein Plus von drei Prozent. Woher kommt der Drang zum Spielen? Und macht Spielen wirklich schlau, gesund und glücklich? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Jens Junge – Institut für Ludologie SRH University Berlin; Prof. Dr. Wiebke Waburg – Spiel- und Spielzeugforscherin Universität Koblenz; Nico Wagner – Jurymitglied “Spiel des Jahres“

  • „Ich will alles“ – 100 Jahre Hildegard Knef

    Sie war Schauspielerin, Chansontexterin und -sängerin, Schriftstellerin. Mal vergöttert, mal verhasst, nie vergessen – die Knef. Ella Fitzgerald nannte sie mal: „Die größte Sängerin ohne Stimme“. Kaum eine hat ihr Innerstes – ihre Höhen und Tiefen – so nach außen getragen und manchmal auch zur Kunst gemacht wie Hildegard Knef. Sei es in ihren Liedern und Büchern oder aber auch in Interviews und in ihrem Umgang mit der Presse. Was bleibt von Hildegard Knef mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod? Eva Röder diskutiert mit Jan Feddersen – Taz; Ulrich Michael Heissig alias "Irmgard Knef" – Kabarettist; Luzia Schmid – Dokumentarfilmerin ("Ich will alles. Hildegard Knef")

  • Pest, Lust und Renaissance – Boccaccios Lebenskunst

    Vor 650 Jahren starb in der Toskana Giovanni Boccaccio. Ein Dichter am Ende des italienischen Mittelalters, Rechtsanwalt und Sohn eines erfolgreichen Kaufmanns. Vor allem aber ein großer Gelehrter und Entertainer. Als die Pest wütete, schrieb er 100 Geschichten über die Liebe. Das Dekamerone ist schlau, deftig und bis heute sehr gut lesbar. Giovanni Boccaccio hat viel zur italienischen Kultur beigetragen – wie Dante und sein Zeitgenosse Petrarca. Zum Todestag erscheinen pünktlich zu Weihnachten eine Neuübersetzung und eine neue Biographie – man kann von Boccaccio auch lernen, wie das ist mit der Liebe heute. Alexander Wasner diskutiert mit Franziska Meier – Professorin für Romanistik und Komparatistik, Universität Göttingen; Ijoma Mangold – Feuilletonredakteur "DIE ZEIT" und einer der Teilnehmer am Podcast „Die sogenannte Gegenwart“; Barbara Vinken – Professorin für Romanistik an der LMU München

  • Gegen Trump und Putin – Hat Europa einen Plan?

    Und plötzlich sind wir allein: Dass Wladimir Putin Europa verachtet, war bekannt. Doch unter der Trump-Regierung wendet sich jetzt auch unser engster Verbündeter ab. In der neuen Nationale Sicherheitsstrategie der USA ist die Rede vom „Widerstand gegen Europas derzeitige Entwicklung“. Manche, wie der Sicherheitsexperte Carlo Masala sagen, Trump wolle die EU zerstören. Der Schock sitzt tief. Wird der alte Kontinent jetzt endgültig zum Spielball autoritärer Mächte? Wie soll, wie kann die EU auf die Kampfansage aus Washington reagieren? Und welchen Platz hat Europa künftig in der Welt? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl – Politikwissenschaftlerin an der Universität Regensburg und Leiterin des Institut für Sicherheit und Strategie; Jörg Lau – außenpolitischer Korrespondent "DIE ZEIT"; Prof. Dr. Andreas Rödder – Historiker an der Universität Mainz und Leiter der Denkfabrik "R21"

  • Private Klänge – Vom Wohl und Weh der Hausmusik

    Ob Adventslieder, Sonaten oder Popsongs, ob im Wohnzimmer, im Keller-Proberaum oder auf dem Balkon, ob mit der Familie, mit Freunden oder allein – selbstgemachte Hausmusik ist oft persönlicher als Konzerte auf großen Bühnen. Sie ist beliebt – zumindest greifen aktuell wieder mehr Menschen zum Instrument – und findet doch meist wenig Beachtung. Dabei hat sie eine vielfältige Geschichte: als häusliche Andacht zu Bachs Zeiten, als Teil der Propaganda im NS-Regime, als Corona-Ablenkung im Homerecording-Zeitalter. Doch wie genau prägte sie unsere Musikkultur? Schafft Hausmusik wirklich mehr Zusammenhalt? Und kann sie in Zeiten von Social Media und KI noch bestehen? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Wolfgang Matthias Fuhrmann – Musiksoziologe und Philosoph, Universität Leipzig; Prof. Dr. Rebecca Grotjahn – Musikwissenschaftlerin, Universität Paderborn; Hans Well, Musiker – Mitbegründer der Musikgruppen Biermösl Blosn und Wellbappn

  • Mehr als eine gute Partie – 250 Jahre Jane Austen

    Junge Frau aus gutem Hause trifft Mann aus gutem Hause, Andere aus besserem oder schlechterem Hause kommen dazwischen. Frau ringt mit sich und der Verwandtschaft zwischen Teatime, Picknick und Tanzball und am Ende wird geheiratet. So schlicht, so Jane Austen – könnte man meinen. Auch Charlotte Brontë fasst ihr Werk später zusammen: „Elegant, aber beschränkt.“ Vladimir Nabukov hingegen stellt Jane Austen in eine Reihe mit Kafka oder Proust. Und heute noch geht es auch Otto-Normal-Lesern nicht anders: Die einen stellen die Schriftstellerin in die Kitschecke, die anderen verehren sie fast kulthaft – auch gerade junge Menschen. Warum löst Jane Austen diese heftige Reaktionen aus? Und was hat sie uns heute noch zu sagen? Eva Röder diskutiert mit Elsemarie Maletzke – Journalistin und Autorin; Eva Pramschüfer – Journalistin, Autorin, Booktokerin; Denis Scheck –Literaturkritiker und Autor

  • Wer regiert die Welt? – Die Eliten und ihre Netzwerke

    Dass wir von geheimen Eliten beherrscht werden, gehört zu den unerschütterlichen Menschheitsmythen. Und tatsächlich gibt es sie, die Netzwerke der wirtschaftlichen und politischen Macht. Aber was entscheidet die Bilderberg-Konferenz tatsächlich, wie einflussreich ist die Tegernsee-Connection? Und was treibt Politiker und Manager in das Netzwerk des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein? Wer herrscht in diesen Netzwerken? Oder haben sich die Elite-Clubs längst als Betriebssystem unserer Gesellschaft verselbständigt? Claus Heinrich diskutiert mit Julia Friedrichs –Journalistin und Autorin; Prof. em. Dr. Michael Hartmann – Soziologe und Elite-Forscher; Matthias Kalle – taz-Journalist und Autor

  • Brandmauer ohne Fundament – Schafft die AfD den Durchbruch?

    Jeder vierte Wähler will der „Alternative für Deutschland“ die Stimme geben. Dem Projekt Brandmauer fehlt der Erfolg. Zuletzt wollte der Verband der Familienunternehmer das Gespräch zur AfD öffnen. Die Kritik innerhalb wie außerhalb der Lobbyorganisation war massiv, der Verband ruderte zurück. Es bleibt die Frage: Wie viel Gespräch mit der AfD ist möglich, wie viel ist nötig? Wer darf, wer kann, wer muss mit der AfD diskutieren? Oder ist jede Kommunikation mit der rechten Partei ein Wort zuviel? Thomas Ihm diskutiert mit Beatrice Achterberg – NZZ, Redakteurin; Dr. Knut Bergmann – IW Köln, Wirtschaftsforscher; Prof. Michael Koß –Universität Lüneburg, Politikwissenschaftler

  • Die blockierte Republik – Kann Deutschland sich neu erfinden?

    Die Wirtschaft im Niedergang, die Demokratie am Abgrund, die Bevölkerung alt und satt – so manche Beschreibung der aktuellen Lage der Nation liest sich wie ein Abgesang auf ein Land, das den Anschluss verpasst hat. Die Politik reagiert mit Beschwörungsformeln („Herbst der Reformen“), will Handlungsfähigkeit demonstrieren – wie ein echtes Rezept gegen die „tiefste Krise seit Gründung der Bundesrepublik“ (so BDI-Chef Markus Leibinger) wirkt das nicht. Deutschland, schreibt der Historiker Frank Trentmann, sei eine blockierte Republik. Was hält uns zurück? Wie ist dem stolzen Exportweltmeister von einst die Zukunft abhandengekommen? Kann Deutschland sich neu erfinden? Michael Risel diskutiert mit Dr. Daniel Stelter – Ökonom und Autor; Prof. Dr. Frank Trentmann – Historiker, University of London; Dr. Ursula Weidenfeld – freie Wirtschaftsjournalistin

  • Warten auf den Börsen-Crash? – Was Anleger jetzt tun können

    Eigentlich läuft es gut für Anlegerinnen und Anleger – an den Börsen zeigt alles nach oben. Trotzdem aber nehmen die Warnungen vor einem kommenden Kursrutsch am Aktienmarkt zu. Die KI-Blase schwebt als Schreckgespenst auch über Klein-Anlegerinnen und -Anlegern. Was bedeutet die aktuelle Entwicklung für sie? Wie können oder müssen sie ihre Anlagestrategie verändern? Geli Hensolt diskutiert mit Christiane von Hardenberg – Kolumnistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Autorin und Gründerin der Wealth Academy; Prof. Dr. Christine Laudenbach – lehrt Household Finance, Leibniz Institute for Financial Research SAFE; Saidi Sulilatu –Chefredakteur Finanztip

  • Rente gerettet, Koalition beschädigt – wie geht es weiter?

    Der Bundestag hat über das Rentenpaket entschieden. Die Gruppe der jungen Kritiker in der Union konnte sich erwartungsgemäß nicht durchsetzen. Fast zu einer Fußnote der Debatte wurden dabei die anderen Themen auf der Tagesordnung, etwa die Wiederauflage der Wehrpflicht. Thomas Ihm spricht mit
    Christine Dankbar Politikchefin der Frankfurter Rundschau
    Prof. Dr. Claudia Ritzi Politikwissenschaftlerin, Uni Trier
    Christoph Schwennicke Journalist, Chefredaktion t-online

  • Kampf um die Freiheit – Hannah Arendts Erbe in Zeiten der Krise

    In Zeiten von Fake News, Rechtsruck und Vielfachkrisen erlebt die politische Denkerin Hannah Arendt eine beispiellose Popularität. Ihre pointierten Analysen der bedrohten demokratischen Gesellschaft finden in den sozialen Medien reißenden Absatz und inspirieren auch Politiker. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat ihr jüngst gar ein ganzes Buch gewidmet: „Der Sinn von Politik ist Freiheit – Warum Hannah Arendt uns Zuversicht in schwieriger Zeit gibt“.
    Doch was genau verbirgt sich hinter Arendts zentralen Begriffen von Freiheit und politischem Handeln? Und wieso ist sie, rund 50 Jahre nach ihrem Tod am 4. Dezember 1975, aktueller denn je? Wie lässt sich der anhaltende Hype um ihre Person und Philosophie erklären? Eva Röder diskutiert mit Dr. Monika Boll –Philosophin, Publizistin, Kuratorin; Prof. Dr. Thomas Meyer – Philosoph an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Dr. Maike Weißpflug – Autorin und Journalistin

  • TikTok-Held und Sprachmagier – Worin liegt die Faszination Rilkes?

    Er wird wie ein Popstar in den sozialen Medien gehandelt, seine Lyrik ist hitverdächtig: der Dichter Rainer Maria Rilke ist selbst 150 Jahre nach seiner Geburt Kult. Junge Influencer deuten seine Lyrik, Lady Gagas Oberarm ziert ein eintätowierter Rilke-Vers. Auch auf Kalendern und Todesanzeigen ist der Wortkünstler präsent, der sein Leben bedingungslos der Dichtkunst verschrieben hat. Rilke ist ein Phänomen bis heute. Was macht seine Beliebtheit aus? Worin liegt das Geheimnis seiner Lyrik, was zeichnet den Menschen Rilke aus? Silke Arning diskutiert mit Prof. Sandra Richter – Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach; Dr. Thomas von Steinaecker – Schriftsteller, Filmregisseur, Hörspielmacher und Comic-Autor; Jan Wagner – Lyriker und Büchnerpreisträger

  • Lawinen, Eisbruch, Erdrutsch – Wie gefährlich sind die Berge?

    Es war das vorläufige Ende von Blatten in der Schweiz: Vor einem halben Jahr haben Gestein und Wasser das Dorf unter sich begraben. Auch anderswo in den Alpen bröseln die Berge. Schmelzende Gletscher, Permafrostböden, die auftauen, und Starkregen lassen Hänge rutschen und Felsen abbrechen. Das Gebirge ist sowieso ständig in Bewegung und jetzt verstärkt die Erderwärmung das Phänomen. Wie groß sind die Gefahren für Anwohner und Touristen? Braucht es mehr Respekt vor der Natur? Und mit welchen Maßnahmen lässt sich die Bergwelt bewahren? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Werner Bätzing – Kulturgeograph und Alpenforscher; Otti Flepp – Bergführer in Disentis, Schweiz; Dr. Tobias Hipp –Deutscher Alpenverein, München

  • Privilegiert oder benachteiligt – Was verdienen unsere Beamten?

    Die Berliner Beamtinnen und Beamte haben jahrelang zu wenig Geld bekommen. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird den Steuerzahlern bundesweit teuer zu stehen kommen. Und es befeuert alte Debatten: Warum sind Beamte eigentlich unkündbar? Warum dürfen sie nicht streiken? Ist deren Altersversorgung noch zeitgemäß? Brauchen wir tatsächlich 5,4 Millionen Staatsdiener oder hilft die Digitalisierung Stellen zu sparen? Claus Heinrich diskutiert mit Thorsten Alsleben –Geschäftsführer Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft; Prof. Dr. Matthias Mitsch –Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg; Kai Rosenberger – Vorsitzender BBW Beamtenbund

  • Machtkampf mit Maduro – Was will Trump in Venezuela?

    Ist es eine Demonstration seiner Macht, will er wirklich nur Jagd auf Drogenschmuggler machen oder plant er doch den großen Umsturz? Seit Wochen rätselt die Welt, welche Absichten Donald Trump mit dem riesigen militärischen Aufgebot vor Venezuelas Küste verfolgt. Fest steht: Geht es nach dem US-Präsidenten sind die Tage des sozialistischen Regimes um Diktator Nicolás Maduro gezählt. Und auch in der venezolanischen Bevölkerung ist der Unmut groß: Armut, Korruption und staatlicher Terror setzen ihr zu. Würde eine Intervention der USA die Situation besser machen? Welche Folgen hätte ein Regierungswechsel in Caracas? Und ist Venezuela für Trump mehr als ein Spielball im globalen Kampf um Einflusssphären? Michael Risel diskutiert mit Tobias Lambert – freier Autor; Prof. Dr. Günther Maihold – Politikwissenschaftler; Dr. Hildegard Stausberg – Publizistin

  • Frieden ohne Freiheit? – Diplomatie im Krieg gegen die Ukraine

    Mit einem 28-Punkte-Plan versucht die Regierung von Donald Trump einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu erzwingen. Der Druck auf die Ukraine ist so groß wie selten. Präsident Selenskyi sprach davon, entweder die Würde oder einen Partner zu verlieren. Andere sprachen von einer Kapitulation. Am Wochenende schalteten sich die europäischen Staaten ein. Inzwischen wird ein veränderter Plan diskutiert. Trumps Ultimatum, sich bis Donnerstag zu einigen, ist inzwischen vom Tisch. Kann die Ukraine ihre Demokratie, ihre Souveränität und ihre Sicherheit bewahren, oder verliert sie mehr als ihre Würde? Andrea Beer diskutiert mit Dr. Susann Worschech – Sozialwissenschaftlerin, Europa-Universität Viadrina; Dr. Andreas Umland – Analyst am Stockholmer Zentrum für Osteuropastudien; Ljudmyla Melnyk – Ukraine-Expertin, Institut für Europäische Politik

  • Der lange Schatten der Kanzlerin – Warum lässt uns Merkel nicht los?

    Vor 20 Jahren, genau am 22. November 2005, wurde Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt. 16 Jahre führte sie das Land durch allerlei Krisen. Und hinterließ dabei viele unbearbeitete Probleme: eine vernachlässigte Infrastruktur, die totgesparte Bundeswehr, die Energiewende in Abhängigkeit von russischem Gas. Und vor allem natürlich die Folgen der massiven Einwanderung. Ihr Nachfolger Friedrich Merz versucht diese Probleme in den Griff zu bekommen. Und Merkel kommentiert vom Spielfeldrand - zur Gaudi ihrer Fans. Claus Heinrich diskutiert mit Ralph Bollmann – Journalist und Merkel-Biograf, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; Christine Dankbar – Ressortleiterin Politik, Frankfurter Rundschau; Prof. Dr. Bernd Stegemann – lehrt Dramaturgie und Kultursoziologie an der HfS Ernst Busch

  • Gerechtigkeit und Völkerrecht – 80 Jahre Nürnberger Prozesse

    1945 wurden zum ersten Mal in der Geschichte Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen. Trotz mancher Kritik trugen die Prozesse wesentlich zur Aufklärung der NS-Verbrechen bei und ebneten den Weg zu einer internationalen Strafgerichtsbarkeit. Seitdem ist ein Staatsamt keine Garantie für Immunität. Seit Kriegsende hat sich das Völkerstrafrecht weiterentwickelt, aber es ist nach wie vor löchrig. Thomas Ihm diskutiert mit Dr. Alexa Stiller – Historikerin, Universität Zürich; Andreas Zumach – Journalist; Dr. Viviane Dittrich – International Nuremberg Principles Academy

  • Qualität oder Krempel – Wie gut sind unsere Alltagsgegenstände?

    Autoradios und Küchenherde haben nervige Bedienfelder statt praktischer Knöpfe. Waschmaschinen und Toaster gehen schneller kaputt, als sie müssten. Was online schick aussah, entpuppt sich beim Auspacken als Ramsch. „Smarte“ Geräte machen das Leben komplizierter statt besser. Werden die Dinge unseres Alltags zwar ständig weiterentwickelt, dabei aber zugleich schlechter, unhandlicher, hässlicher? Falls ja, woran liegt das? Was sind unsere Wünsche und Erwartungen? Ist Qualität nur etwas für Wohlhabende? Und wie sähe wahrer Fortschritt aus? Bernd Lechler diskutiert mit Prof. Luise Dettbarn – Professorin für Produktdesign, Hochschule Hannover; Prof. Dr. Dirk Hohnsträter – Kulturwissenschaftler, Universität der Künste Berlin; Dr. Gabriel Yoran – Unternehmer und Autor

  • Leerstand auf dem Gottesacker – Haben Friedhöfe noch eine Zukunft?

    Ob im Fluss, auf hoher See oder im Friedwald – immer öfter finden Bestattungen heute jenseits von Friedhofsmauern statt. Seit kurzem kann man in Rheinland-Pfalz sogar Urnen mit nach Hause nehmen, was die Friedhofspflicht sonst verbietet. Für viele ist das eine längst überfällige Liberalisierung. Doch wenn immer mehr Trauernde wegbleiben, verlieren klassische Friedhöfe zunehmend an Bedeutung und geraten auch finanziell in Bedrängnis. Wie sinnvoll ist die Friedhofspflicht also noch? Welchen Wert haben Friedhöfe heute? Und wie können sie in Zukunft attraktiver werden? Norbert Lang diskutiert mit PD Dr. Thorsten Benkel – Soziologe, Universität Passau; Günter Czasny – Trauerbegleiter und Metallgestalter, Sprecher der Initiative »Raum für Trauer«; Dr. Nina Kreibig – Historikerin, Humboldt-Universität zu Berlin

  • Zwischen Kulturkampf und Klassikern – Wie politisch darf das Theater sein?

    Die deutschen Stadt- und Staatstheater sind weltweit einmalig: Sie werden von der öffentlichen Hand getragen und dürfen gleichzeitig frei ihre Spielpläne gestalten. Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes garantiert die Kunstfreiheit als ein besonders geschütztes Grundrecht. Auf dieser Freiheit baut das deutsche Theatersystem auf. Weil die Theater öffentlich finanziert werden, stehen sie allerding in einem besonderen Spannungsfeld: Zwischen einer gewissen Neutralität und der Freiheit der Kunst. Unter anderem Politiker und Politikerinnen der AfD fordern, dass das Theater nicht politisch sein dürfe. Wie politisch, wie kritisch und wie provozierend darf also das Theater sein? Kristine Harthauer diskutiert mit Maximilian Bauer – ARD Rechtsredaktion; Dr. Björn Hayer – Literatur- und Theaterkritiker, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben; Hasko Weber – Theaterregisseur und -intendant

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SWR