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SWR Kultur Forum

Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.

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Stand
  • Zwischen Alltag und Nahostkonflikt – Was bedeutet Jüdischsein heute?

    Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 zieht der Nahostkonflikt tiefe Risse durch Deutschland – aktuell diskutiert das Land nach der Berlin-Wahl heftig über Antisemitismus, vor allem bei der Linken. Wie aber blicken jüdische Menschen auf diese Debatten in Deutschland? Sie stellen mit über 200.000 Menschen die drittgrößte jüdische Gemeinschaft Europas und sind sich dabei zugleich nicht immer einig. Was heißt es also heute, jüdisch zu sein – in dem Land, das den Holocaust begangen hat? Wie denken sie über die aktuelle Antisemitismus-Debatten in Politik und Gesellschaft? Norbert Lang diskutiert mit Nelly Eliasberg –Sprecherin des Vereins WerteInitiative jüdisch-deutsche Positionen, Berlin; Emilia Roig – Politikwissenschaftlerin und Autorin, Berlin; Tom Uhlig – Antisemitismusforscher an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden

  • Das Ende der 35-Stunden-Woche? – Tarifverhandlungen in der Wirtschaftskrise

    In Deutschland zu produzieren ist zu teuer, sagen die Unternehmen. VW hat jetzt aus dem Grund Tarifverträge gekündigt. Mercedes will, dass die Beschäftigten nicht mehr 35 Stunden pro Woche arbeiten, sondern mehr – bei gleichem Gehalt. Viele Mitarbeitende und auch die IG Metall aber wollen an der 35-Stunden-Woche festhalten. Ist das noch zeitgemäß? Welche Rolle werden Arbeitszeit und Lohnkosten in der anstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie spielen? Welche Auswirkungen hat das Ergebnis auf die 3,7 Millionen Mitarbeitenden der Branche und auf alle anderen Beschäftigten? Geli Hensolt diskutiert mit Lisa Nienhaus –
    Süddeutsche Zeitung, stellvertretende Leiterin Meinungsressort; Frank Schwope –
    Automotive Consultant und Lehrbeauftragter der FHM Berlin; Marlene Zscherper –
    Ökonomin und Publizistin

  • Demokratie unter Druck – Was wird aus der „vierten Gewalt“?

    Rechtsruck, Desinformation, Sparzwang: (Journalistische) Medien sollen unter anderem Politik kontrollieren, verlieren aber selbst an Vertrauen. Viele Menschen informieren sich gar nicht mehr über Medien, die journalistisch arbeiten und sich einem Pressekodex verpflichtet fühlen. Wie können sie das Vertrauen der Menschen zurück – oder überhaupt erst mal gewinnen? Wie unabhängig können Redaktionen überhaupt noch arbeiten, wenn Budgets schrumpfen und Algorithmen mitbestimmen, was wir sehen? Und wie lässt sich die Zukunft einer „vierten Gewalt“ gestalten? Eva Röder diskutiert mit Joachim Dorfs – Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten; Prof. Dr. Kai Gniffke – Intendant des SWR; Elena Kountidou – Geschäftsführerin der Neuen deuten Medienmacher*innen

  • Franz von Assisi – Der Heilige für Heutige

    Vor 800 Jahren starb Franziskus. Sein Leben, sein Vorbild, seine Ideen prägen uns bis in unsere Zeiten und wahrscheinlich werden sie uns auch überdauern. Er hat den Ruhm nicht gesucht, aber der Ruhm hat ihn gefunden. Warum ein bettelarmer Wanderprediger im 13. Jahrhundert die Kirche in Frage stellte und aktuell die Klimabewegung inspiriert. Thomas Ihm diskutiert mit Sr. Dr. Katharina Ganz –Franziskanerin, ehemalige Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen und künftige Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes; Prof. Dr. Annette Kehnel – Historikerin, Universität Mannheim; Alois Prinz – Autor
    Hörtipp:
    Franz von Assisi – Radikaler Prophet der Armut
    https://1.ard.de/das-wissen_Franz-von-Assisi?=pforum

  • Hass, Hetze, Gewalt – Wie geht die queere Szene mit der Bedrohung um?

    Beim Anschlag auf den Berliner CSD wurde eine Frau getötet und 29 Personen verletzt. Auch sonst nehmen die Bedrohungen queerer Menschen in Deutschland zu. Laut Lagebericht des Bundeskriminalamts zur Sicherheit von LGBTIQ* hat sich die Zahl der Straftaten im Bereich „Sexuelle Orientierung“ und „Geschlechtsbezogene Diversität“ seit 2010 fast verzehnfacht. Was sind die Ursachen? Wie geschlossen tritt die Szene auf? Und wie groß ist die Bedrohung durch islamistische Homophobie? Doris Maull diskutiert mit Tugay Saraç – Queerbeauftragter, Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin; Michael Roth – Publizist und Ex-Bundestagsabgeordneter, SPD; Mari Günther – Fachreferentin Bundesverband Trans*

  • Enteignungspläne in Berlin – Was tun gegen die Wohnungsnot?

    Es ist ein Plan, der Hoffnungen weckt – aber auch Ängste. Sollte die Partei Die Linke nach ihrem Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin an die Macht kommen, will sie große Immobilienkonzerne enteignen. Das Ziel: Bezahlbaren Wohnraum schaffen für Menschen, die unter hohen Mieten leiden. Kritiker warnen vor einem verheerenden Signal, Kanzler Merz will das Vorhaben durch ein Bundesgesetz stoppen. Welche Folgen hätte eine Vergesellschaftung? Würde sie helfen, die Wohnungsnot zu lindern? Michael Risel diskutiert mit Florian Becker – Deutscher Mieterbund e.V.; Dr. Andrej Holm – Stadtsoziologe, Humboldt-Universität zu Berlin; Prof. Dr. Michael Voigtländer – Institut der deutschen Wirtschaft, Köln

  • Die Antwort ist 42 – Douglas Adams, Science-Fiction und warum sie unsere Zukunft prägen

    Vor 25 Jahren starb Douglas Adams, Autor von „Per Anhalter durch die Galaxis". Seitdem gilt „42“ als legendäre Antwort auf alles. Elon Musk, Stephen Hawking und Barack Obama verehrten Humor und philosophische Tiefe der (5bändigen) Romantrilogie. Die neue Ausstellung des Arp-Museums in Remagen heißt „Zu den Sternen“. Der richtige Ort für ein SWR Kultur Forum vor Ort. Alexander Wasner diskutiert mit Samantha Cristoforetti – ESA-Astronautenkorps, Köln; Prof. Dr. Philipp Theisohn – Literaturwissenschaftler, Zürich; Dr. Isabella Hermann – Science Fiction-Expertin, Berlin, (u.a. „Das war morgen“ – Podcast im SWR); Wolfgang M. Schmitt –
    Filmkritiker, Koblenz („Die Filmanalyse“)

  • Xi bei Trump – Wie weiter im Handelsstreit?

    Der Besuch von Chinas Präsident Xi in Washington erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt. In wenigen Monaten läuft der "Waffenstillstand" im Handelsstreit zwischen China und den USA aus, US-Präsident Trump steht vor den anstehenden Zwischenwahlen unter enormem innenpolitischem Druck. Welche Erwartungen haben beide Seiten an das Treffen? Kann eine erneute Eskalation im Handelsstreit vermieden werden? Geli Hensolt diskutiert mit Sonja Alvarez – US-Korrespondentin der "Wirtschaftswoche", Washington; Prof. Dr. Julian Hinz – Volkswirt, Direktor der Forschungsgruppe Handelspolitik Universität Bielefeld; Felix Lee – Redakteur Dossier Geoökonomie, Süddeutsche Zeitung

  • Das Rebhuhn im Sinkflug – Was schützt den Feldvogel vor dem Aussterben?

    Früher war das Rebhuhn auf unseren Feldern allgegenwärtig – und landete nicht selten auch mal auf dem Teller. Heute muss man oft lange suchen, um überhaupt noch eines zu entdecken. Der Grund: Der Vogel des Jahres 2026 steht symbolisch für den dramatischen Rückgang der Feldvogelpopulation.
    Warum ist das Rebhuhn so selten geworden? Und: Lässt sich der Rückgang noch stoppen? Janina Schreiber diskutiert mit Dr. Eckhardt Gottschalk – Biologe an der Universität Göttingen; Benjamin Gut – Wildtiermanager beim Landesjagdverband Baden-Württemberg; René Döring – Landwirt aus Thüringen

  • Völkermord und Opferkult – Wohin führt der serbische Nationalismus?

    Militärische Ehren, ranghohe Politiker, tausende Menschen im Trauerzug. Die Beisetzung des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić in Belgrad wirft ein Schlaglicht auf den Umgang mit der Vergangenheit in Serbien und der mehrheitlich serbisch bewohnten Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina. Wie blockiert serbischer Nationalismus die demokratische Entwicklung der Region? Und mit welchen Folgen für Europa? Andrea Beer diskutiert mit Dr. Vedran Džihić – Politologe am Österreichischen Institut für Internationale Politik, Wien; Selma Jahić –Srebrenica-Zeitzeugin, Wien; Aleksandra Tomanić – Projektmanagerin Verein ProPeace, Belgrad

  • Schlagen, treten, mobben – Gibt es immer mehr Gewalt an Schulen?

    Ob Reizgasangriffe im Klassenzimmer oder Messerstechereien auf dem Schulhof: fast täglich berichten die Medien über gewalttätige Vorfälle an deutschen Schulen. Für Berlin liegt jetzt erstmals eine repräsentative Studie zum Thema vor. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte bewertet Gewalt als großes oder sehr großes Problem. Schon Grundschulkinder berichten von Beleidigungen, Mobbing und Schlägen.
    Findet an deutschen Schulen eine „Normalisierung von Gewalt“ statt? Oder ist Berlin ein Sonderfall? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Clemens Kroneberg – Soziologe an der Universität Köln; Dirk Lederle – Vizechef des VBE, des Verbands Bildung und Erziehung Baden-Württemberg und Schuldirektor; Jeannette Otto –
    Bildungsredakteurin der Wochenzeitung „Die Zeit“

  • Kanzlerdämmerung – Ist die Mitte noch zu retten?

    Für Friedrich Merz sind es die entscheidenden Tage im Kampf um seine Macht. Doch bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin steht nicht nur die Zukunft des Kanzlers auf dem Spiel. Spätestens seit dem Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt verdichtet sich der Eindruck: Der Mitte geht die Luft aus, die Ränder legen zu, die politische Landschaft sortiert sich neu. Wie wird dieser Wahlherbst die Republik verändern? Michael Risel diskutiert mit Mariam Lau – Journalistin, DIE ZEIT; Prof. em. Dr. Werner Patzelt – Politikwissenschaftler, TU Dresden; Prof. Dr. Wolfgang Schroeder – Politikwissenschaftler, Universität Kassel

  • Dumawahl in Russland – Scheinabstimmung als Barometer der Macht

    Russland wählt ein neues Parlament. Am kommenden Wochenende sind mehr als 100 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Im Vorfeld hat ein Gericht mit „Jabloko“ die einzige Partei ausgeschlossen, die sich gegen den Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt. Während Russlandkenner deshalb keine grundlegenden, politischen Veränderungen in der Duma erwarten, ist die Wahl für Putin ein Gradmesser der aktuellen Lage im Land. Wie wichtig ist die Dumawahl wirklich? Andrea Beer diskutiert mit Inna Hartwich – Journalistin NZZ in Zürich; Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder – Senior Fellow am Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) , Bonn; Dr. Félix Krawatzek – Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin

  • Finale von Babylon Berlin – Wie prägt das Fernsehen unser Geschichtsbild?

    Mit der 5. Staffel von „Babylon Berlin“ geht das wohl aufwändigste Serienprojekt im Deutschen Fernsehen zu Ende. Die Saga rund um Charlotte Ritter und Kommissar Gereon Rath endet mit der Machtergreifung Hitlers 1933. Insgesamt hat die Serie den Anspruch, Verbindungslinien zwischen unserer Gegenwart und den letzten Tagen der Weimarer Republik zu ziehen. Welches Geschichtsbild vermitteln Unterhaltungs-Serien wie Babylon Berlin? Und wieviel Aufklärung und Erkenntnis steckt in solchen historischen Formaten? Karsten Umlauf diskutiert mit Dr. Hanno Hochmuth – Historiker, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Prof. Dr. Judith Keilbach – Medien- und Kulturwissenschaftlerin, Freie Universität Amsterdam; Rüdiger Suchsland – Filmkritiker und Regisseur

  • Angriff der KI – Wie gefährdet sind wir?

    Es ist ein Fall, der die Welt alarmiert: Eine KI bricht aus, verselbständigt sich, hackt sich in fremde Systeme. Was im Internet bekannt ist als „The Hugging Face Incident“, könnte ein Wendepunkt sein in der Geschichte der Künstlichen Intelligenz. „Wir müssen das Tempo verlangsamen, mit dem wir die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessern,“ fordert der Chef des führenden KI-Herstellers Anthropic. Andernfalls, so prophezeien manche, könne KI die Menschheit bald auslöschen. Was ist dran an solchen Horrorszenarien? Wie begründet ist die Angst vor dem Kontrollverlust? Und wie lässt sich die mächtige Technologie noch zügeln? Michael Risel diskutiert mit Dr. Aljoscha Burchardt – Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz; Prof. Dr. Holger Hoos – Alexander von Humboldt-Professor für Informatik an der RWTH Aachen; Eva Wolfangel – freie Wissenschaftsjournalistin

  • Labern statt liefern – Wie produktiv sind Meetings?

    400 Stunden pro Jahr: So viel Zeit kosten Meetings Arbeitnehmer in Büros und Verwaltung. Arbeitsforscher halten rund ein Drittel davon für Zeitverschwendung. Außerdem wird jeder Beschäftigte x-mal am Tag durch Konferenzen in seiner eigentlichen Arbeit unterbrochen. Das geht zu Lasten der Produktivität und ist teuer. Gleichzeitig müssen Austausch und Absprachen sein. Wann sind geschäftliche Meetings sinnvoll, wann ineffektiv? Und wie könnte KI die Konferenz-Kultur verändern? Marion Theis diskutiert mit Fabio Krüger – Arbeits- und Organisationspsychologie Uni Hamburg; Dr. Susanne Spülbeck –
    Organisationsethnologin Uni St. Gallen; Dr. Clemens Striebing – Soziologe Fraunhofer Institut IAO

  • Drängeln, drücken, hupen – Warum wird der Verkehr immer aggressiver?

    Lichthupe auf der Autobahn, lebensgefährliche Überholmanöver auf der Landstraße, Beleidigungen und Drohungen gegen Andere – laut einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erleben Verkehrsteilnehmer solche Szenen immer häufiger. Mehr als die Hälfte der Betroffenen fühlt sich heute nicht mehr sicher, zugleich gibt fast jeder zweite Autofahrende an, manchmal selbst zu drängeln. Woher kommt das raue Klima auf den Straßen? Und wie lässt sich gegensteuern? Norbert Lang diskutiert mit Stefan Grieger – Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR); Dr. Jens Schade – Verkehrspsychologe, TU Dresden; Kirstin Zeidler – Leiterin der Unfallforschung der Versicherer (UDV)

  • 25 Jahre 9/11 – Was bleibt vom „Angriff auf die freie Welt“?

    Die Bilder des 11. September 2001 sind fest im kollektiven Gedächtnis verankert. Die brennenden Zwillingstürme des World Trade Centers wurden schnell zu einem Symbol: für den islamistischen Kampf gegen den Westen, für den globalen „war on terror“, für tiefgreifende politische und persönliche Unsicherheiten. Wie hat „9/11“ das Selbstverständnis der USA, das Verhältnis zu Europa und auch zu internationalem Recht verändert? Wie wurden die tödlichen Anschläge verarbeitet und warum hat der Prozess gegen die Täter immer noch nicht begonnen? Karsten Umlauf diskutiert mit Andrea Böhm – Journalistin, Die ZEIT; Prof. Dr. Matthias Goldmann – Jurist, EBS Universität für Wirtschaft und Recht Wiesbaden; Prof. Dr. Bernd Greiner – Historiker

  • Politik im Klassenzimmer – Wie „neutral“ müssen Lehrkräfte sein?

    Ein Lehrer erklärt einem Schüler, warum er nicht AfD wählt, daraufhin ermahnt ihn das Schulamt. Einer von vielen Vorfällen, seitdem rechtsextreme Gruppen versuchen, Einfluss auf Schulen zu nehmen. Das verunsichert Lehrkräfte wie auch Schüler. Wie politisch dürfen Lehrerinnen und Lehrer sein? Wo beginnt Meinungsmache oder Indoktrination? Und wie lassen sich Werte vermitteln, ohne Parteipolitik zu betreiben? Marion Theis diskutiert mit Nils Dormann – Junge Liberale; Eva Glaser – Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz; Vincent Große – Lehrer, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt

  • Kita, Café, Kletterhalle – Was wird aus leerstehenden Kirchen?

    Die Kirchengemeinden in Deutschland schrumpfen. Die Gotteshäuser werden weniger genutzt. Manche Kirchen sind schon verkauft worden, denn es ist teuer, sie zu unterhalten; aus ihnen sind Galerien, Fahrradläden oder Sporthallen geworden. Andere Kirchen stehen leer; bis 2060 könnten ihre Zahl auf 15.000 steigen. Wie lassen sich Kirchenräume wiederbeleben? Wie kann man Kirchen als Kulturdenkmäler bewahren? Bleibt eine Kirche eine Kirche, auch wenn sie als Box-Arena dient? Und was macht das mit den Menschen, wenn in ihrem Wohnort die Glocken nicht mehr läuten? Marion Theis diskutiert mit Markus Hilger – Projekt „Kirchraumpiloten“; Dr. Konstantin Manthey – Kunsthistoriker, Katholische Akademie Berlin e.V.; Dr. Kerstin Menzel – Pfarrerin, Dozentin für Praktische Theologie, Universität Leipzig

  • Deutsche Bildungsverlierer – Was lehrt der PISA-Absturz?

    Deutschland rutscht in der Pisa-Studie auf einen historischen Tiefstand. Ein Vierteljahrhundert nach dem ersten PISA-Schock sind die Ergebnisse in den Fächern Mathe, Lesen und Naturwissenschaften schlechter als je zuvor. Dabei geht es nicht um Noten, sondern darum, ob die getesteten 15-Jährigen ihr Wissen anwenden können. Also, z.B. eine längere E-Mail lesen oder eine Graphik verstehen. Was sagen die miserablen Leistungen deutscher Schüler und Schülerinnen über die Versäumnisse der Bildungspolitik? Michael Köhler diskutiert mit Prof. Dr. Nina Kolleck – Bildungsforscherin, Universität Potsdam; Prof. Dr. Kai Maaz – Direktor Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation; Dr. Ulrich Ludewig – Institut für Schulentwicklungsforschung, TU Dortmund

  • Sparzwang bei der Psychotherapie – Welche Folgen haben die Kürzungen?

    Weniger Geld für Therapeuten, weniger Therapiestunden für Patienten– das sieht ein neues Gesetz vor, das der Bundestag im Sommer verabschiedet hat. Psychotherapeuten und Therapeutinnen gehen dagegen auf die Straße. Sie warnen vor Praxisschließungen und einer schlechteren Versorgung psychisch kranker Menschen. Kritiker halten dagegen: Um die Gesundheitskosten zu reduzieren, müssten schließlich alle sparen. Für Herbst sind Nachbesserungen am Gesetz angekündigt. Wie sehr gefährden die Einsparungen die Behandlung psychischer Erkrankungen im Land? Doris Maull diskutiert mit Dr. Christina Jochim –Bundesvorsitzende der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung; Christian Weber – Wissenschaftsredakteur bei der Süddeutschen Zeitung; Christoph Kronenberg –Ph.D., Gesundheitsökonom, Universität Duisburg-Essen

  • Rechtsruck im Osten - Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

    Die Wahl in Sachsen-Anhalt war eine Ausnahmewahl: Während die CDU ihren Stimmenanteil halbiert hat, konnte die AfD ihren verdoppeln. Dennoch hat sie die absolute Mehrheit knapp verpasst. Auch CDU, SPD und Grüne sind gemeinsam nicht stark genug für eine Regierungsbildung. Zudem offen, die Frage nach der Rolle der Linken und des BSW. Jede Menge Irritationen also. Wie geht es politisch weiter in Sachsen-Anhalt? Und welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis auf die Bundespolitik? Thomas Ihm diskutiert mit Jana Hensel – Autorin und Journalistin, Die ZEIT; Albrecht von Lucke – Politikwissenschaftler, Blätter für deutsche und internationale Politik; Ingo Schulze – Schriftsteller

  • Unendliche Weiten – 60 Jahre Star Trek

    Wer hätte sich nicht gerne schon mal weg gebeamt oder wenigstens den Warp-Antrieb genutzt? Captain Kirk und seine Crew der Enterprise machten das vor 60 Jahren zum ersten Mal im US-Fernsehen - und waren zu Beginn gar nicht so erfolgreich, doch ein Kult war geboren und weitere Serien, Filme, Animés, Comics, Bücher, Computerspiele, Geschichten von Fans sollten folgen. Wie hat es die Serie zum Kult gebracht? Was können uns die Geschichten heute noch erzählen? Und kann da noch was kommen? Eva Röder diskutiert mit Claudia Kern – Autorin und Co-Moderatorin des Podcasts "Planet Trek"; Prof. Dr. Andreas Rauscher – Film- und Medienwissenschaftler; Dr. Sebastian Stoppe – Medienwissenschaftler und Star-Trek-Experte

  • Sachsen-Anhalt vor der Wahl – Ist die AfD noch zu stoppen?

    Die AfD steht bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor einem großen Sieg, sagen alle Umfragen. Vielleicht reicht es sogar für ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Einzug in die Staatskanzlei. Eine Mehrheit diesseits der Rechten ist wohl nur im Bündnis mit den Linken zu haben. Zerreißt die doppelte Brandmauer die CDU? Welche Folgen hat das Magdeburger Ergebnis auf die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern? Kommt die Bundesregierung ins Schwanken? Claus Heinrich diskutiert mit Prof. Dr. Detlef Pollack – Religions- und Kultursoziologe, Uni Münster; Sabine Rennefanz – Journalistin und Autorin; Prof. Dr. Christian Stecker – Politikwissenschaftler, TU Darmstadt

  • Die Zukunft der Landwirtschaft – Wie kann der Weg dorthin aussehen?

    Der trockene Sommer mit Hagel und Hitze hat zu deutlichen Ertragseinbußen geführt und gezeigt, dass der Klimawandel mit seinen Extremwetterereignissen den Südwesten besonders hart trifft. Niedrige Erzeugerpreise und hohe Produktionskosten machen unseren einheimischen Bauern zusätzlich enormen Druck. Bauernpräsident Rukwied hat bereits staatliche Hilfen gefordert. Doch was sollte die Politik tun, um unsere Landwirtschaft zu stärken? Wie kann sie sich anpassen, damit wir alle auch zukünftig genügend und abwechslungsreich zu essen haben? Sabine Schütze diskutiert mit Eberhard Hartelt – Landwirt und Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V.; Harald Grethe – Professor für Agrarentwicklung und Handel an der Humboldt-Universität Berlin und Direktor des Thinktanks Agora Agrar; Christine Wieck – Direktorin des Instituts für Agrarpolitik und Landwirtschaftliche Marktlehre an der Universität Hohenheim und Co-Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE)

  • Angriff von Google und ChatGPT – Was wird aus der Wikipedia?

    Seit 25 Jahren stellt Wikipedia Wissen für alle bereit - kostenlos und unabhängig. Wer im Netz nach Informationen sucht, kommt an der Online-Enzyklopädie nicht vorbei. Bis heute ist sie unter den Top Ten der meistgeklickten websites weltweit. Aber ausgerechnet im Jubiläumsjahr gehen die Nutzerzahlen zurück. KI-gestützte Chatbots liefern Informationen schneller und bequemer. Warum noch seitenlange Artikel lesen, wenn das Google für mich macht oder ChatGPT? Künstliche Intelligenz wird für die Wikipedia zur bislang größten Herausforderung. Ist sie Fluch oder Segen? Was wird aus der Wikipedia? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Leonhard Dobusch – Wirtschaftswissenschaftler, Universität Innsbruck; Franziska Heine – Vorständin des gemeinnützigen Vereins Wikimedia Deutschland; Anna Biselli – netzpolitik.org

  • 250 Jahre E.T.A. Hoffmann – Was bleibt vom Schwarzen Romantiker?

    Goethe attestierte ihm „krankhafte Verirrungen“, der Kritiker Walter Scott erkannte „Fieberträume eines umnebelten Patienten“. E.T.A. Hoffmann war seiner Umgebung so rätselhaft wie unheimlich. In seinen Märchen und Spukgeschichten beschrieb er die seelischen Abgründe des Menschen wie kein anderer vor ihm, der Psychoanalytiker Sigmund Freud sah in ihm „den unerreichten Meister des Unheimlichen“, die moderne Fantasy-Literatur ist ohne E.T.A. Hoffman nicht denkbar. Vor 250 Jahren wurde er geboren. Was macht ihn heute lesenswert? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Friedhelm Marx – Literaturwissenschaftler, Universität Bamberg; Prof. Dr. Rüdiger Safranski – Philosoph und Schriftsteller, Freiburg; Prof. Dr. Bettina Wagner – Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg und Präsidentin der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft

  • KI im Journalismus – Wo liegen die Grenzen?

    Künstliche Intelligenz analysiert Daten, hilft bei Recherchen, transkribiert Interviews, kann ganze Texte schreiben: In den Redaktionen gehört sie längst zum Alltag. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in etablierte Medien und die Arbeit von Journalisten. Was gewinnt der Journalismus durch KI – und was sind die Gefahren? Wird das Publikum das Vertrauen in die Berichterstattung verlieren, wenn ohnehin lauter KI-Content durchs Netz geistert? Und wie finanziert man guten Journalismus, wenn sich alle nur noch bei Chat GPT informieren? Bernd Lechler diskutiert mit Christina Elmer – Professorin für Digitalen Journalismus, TU Dortmund; Marie Kilg – Journalistin, KI-Beraterin, Host “Der KI-Podcast” der ARD; Dr. Leif Kramp – Medienwissenschaftler, ZeMKI, Uni Bremen, Mitgründer der VOCER-Bildungsprogramme

  • Runter von der Empore – Welche Zukunft hat die Orgelmusik?

    Die Sommermonate sind die Zeit der Orgelkonzerte. Rund 50 überregionale Festivals, hunderte Konzertreihen vor Ort zeigen die Beliebtheit des Instruments im Konzertbereich. In letzter Zeit unterfüttert von „Orgel-Influencern“: Virtuosen wie die Britin Anna Lapwood versammeln über Social Media eine große Fangemeinde und spielen ausverkaufte Konzerte, unter anderem mit Film- und Popmusik. Andererseits werden Organistinnen und Organisten, die die Orgel im Gottesdienst spielen seit Jahren händeringend gesucht. An einigen Orten übernehmen die Aufgabe Orgelautomaten oder ab und an mal der Gitarrenkreis. Was bedarf es, um das immaterielle Kulturerbe der Orgel zu bewahren und weiterzuentwickeln? Ist die Kirche dabei möglicherweise ein Klotz am Bein? Was fasziniert heute immer noch an der „Königin der Instrumente“? Karsten Umlauf diskutiert mit Philipp Klais –Orgelbauer Bonn; Hannah Schmidt – Musikjournalistin; Prof. Dr. Meinrad Walter –Musikwissenschaftler und Kirchenmusiker

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SWR