Hausdurchsuchungen in NRW

Nach Callcenter-Betrug in Trier: Polizei nimmt Tatverdächtige fest

Die Polizei hat am Dienstag in Nordrhein-Westfalen fünf Männer verhaftet. Sie stehen im Verdacht, unter anderem eine Seniorin aus Trier betrogen zu haben. Sie sitzen in U-Haft.

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Stand

Eine 77-Jährige aus Trier erhielt im Mai einen dubiosen Anruf: Angebliche Polizisten behaupteten am Telefon, dass sie die Seniorin vor vermeintlichen bewaffneten Kriminellen beschützen wollen, die in der Stadt unterwegs sind. Dafür müssten sie aber wissen, welche Wertgegenstände die Frau besitzt.

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Nach Polizeiangaben besuchte daraufhin ein mutmaßlicher Krimineller die 77-Jährige zuhause und entwendete von ihr Wertgegenstände, die ihm zuvor gezeigt wurden. Der 78-jährige Ehemann der Frau versuchte dies noch zu verhindern. Allerdings stürzte er dabei und musste schwerverletzt im Krankenhaus behandelt werden.

Polizei nimmt Tatverdächtige fest

Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Trier ermittelten in diesem Fall. Mit Erfolg: Laut Polizei wurden am Dienstag im Großraum Bielefeld in Nordrhein-Westfalen fünf Tatverdächtige in ihren Wohnungen verhaftet.

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Es handle sich um Männer im Alter zwischen 19 und 29 Jahren. Sie hätten die deutsche, türkische und deutsch-türkischer Staatsangehörigkeit. Ein Tatverdächtiger sei staatenlos.

Waffen und Bargeld sichergestellt

Die Polizei hat eigenen Angaben nach bei den Durchsuchungen in den Wohnungen unter anderem Bargeld im mittleren fünfstelligen Euro-Bereich gefunden. Zudem seien auch zwei Schreckschusswaffen, eine Machete, Handys, ein Kryptowallet und umfangreiche digitale Beweismittel sichergestellt worden.

Die Trierer Kriminalpolizei habe den Einsatz geplant und sei auch selbst mit Beamten vor Ort im Einsatz gewesen. Sie seien durch Polizisten aus Nordrhein-Westfalen unterstützt worden.

Tatverdächtige sitzen in U-Haft

Die Tatverdächtigen wurden der Polizei zufolge am Mittwoch dem Ermittlungsrichter in Trier vorgeführt. Dieser habe auf Antrag der Trierer Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen die fünf Männer erlassen. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Männer stünden unter dem dringenden Verdacht, für weitere ähnliche Callcenter-Betrugsmaschen in Deutschland mitverantwortlich zu sein. Sie sollen die mutmaßlichen Taten geplant und durchgeführt haben.

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