Anwohner taufen das Tier "Henry"

Tierischer Besuch: Hirsch in Eifeler Gärten unterwegs

In Büdesheim im Eifelkreis Bitburg-Prüm läuft seit Tagen ein Damhirsch auf den Grundstücken der Anwohner herum. Das Besondere: Damwild kommt eigentlich nicht in der Region vor.

Teilen

Stand

Von Autor/in Daniel Novickij

Hufabdrücke im Vorgarten, angeknabberte Salatblätter im Hochbeet und kleine Kothäufchen auf dem Rasen. Auf dem Grundstück von Manfred Bauer in Büdesheim sind die Spuren des Damhirschs immer noch gut zu sehen.

Damhirsch Henry ist ein echter Star in Büdesheim: Anwohner teilen fast täglich Fotos und Videos vom Tier in einer Chatgruppe.
Damhirsch Henry ist ein echter Star in Büdesheim: Anwohner teilen fast täglich Fotos und Videos vom Tier in einer Chatgruppe. Privat Bild in Detailansicht öffnen
Die Anwohner in Büdesheim sind verwundert. Der Damhirsch zeigt keine Scheu vor Menschen.
Die Anwohner in Büdesheim sind verwundert. Der Damhirsch zeigt keine Scheu vor Menschen. Privat Bild in Detailansicht öffnen
Hirsch Henry hat in Büdesheim fast in jedem Garten vorbeigeschaut. Auch auf dem Kirmesplatz wurde er schon gesehen.
Damhirsch Henry hat in Büdesheim schon fast in jedem Garten vorbeigeschaut. Auch auf dem Kirmesplatz wurde er schon gesehen. Privat Bild in Detailansicht öffnen
Vor allem wenn es sonnig und heiß ist versteckt sich der Damhirsch an schattigen Plätzen.
Vor allem wenn es sonnig und heiß ist versteckt sich der Damhirsch an schattigen Plätzen. Meistens ist er erst ab abends unterwegs. Privat Bild in Detailansicht öffnen
Damhirsch Henry hinterlässt in den Gärten von Büdesheim Spuren.
Damhirsch Henry hinterlässt in den Gärten auch Spuren. In diesem Fall sind noch seine Hufabdrücke zu sehen. Bild in Detailansicht öffnen

Das Tier kommt seit Tagen immer wieder in seinem Garten vorbei. Der Familienvater kann sich noch gut daran erinnern, als der Hirsch das erste Mal vor seinem Haus aufgetaucht ist. "Wir waren verwundert, dass er hier im Schatten lag. Er hat da sein Nickerchen gemacht", erzählt Bauer.

Anwohner von Büdesheim taufen Hirsch Henry

Auch Anwohner Andreas Schmitz hat den Hirsch im Ort schon entdeckt. Er hatte direkt eine Idee, nachdem er das Tier zum ersten Mal gesehen hatte. "Ich habe gedacht, das Kind braucht einen Namen und da habe ich ihn ohne Hintergedanken Henry genannt", sagt Schmitz.

Für Anwohner Andreas Schmitz gehört Damhirsch Henry jetzt fest zu Büdesheim.
Anwohner Andreas Schmitz hat den neuen Mitbewohner bereits ins Herz geschlossen. Damhirsch Henry gehört für ihn jetzt fest zu Büdesheim.

Den neuen Namen für den Hirsch hat er danach in die Ortsgruppe gepostet. "Dann war ordentlich etwas los", so Schmitz weiter. Den Menschen hat der Name Henry sofort gefallen. "Was Hennes für Köln ist, ist Henry für die Büdesheimer", scherzt Schmitz.

Herkunft der Hirsches unklar

Die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm steht bei Hirsch Henry vor einem Rätsel. Niemand weiß, woher das Tier herkommt. Denn Damwild kommt nach Angaben der Kreisverwaltung in dieser Region nicht in freier Wildbahn vor.

Die Behörde geht derzeit davon aus, dass der Damhirsch aus einem Wildgatter ausgebüxt oder von seinem Halter freigelassen wurde. Eine Vermisstenmeldung zu Henry liegt der Behörde nicht vor.

Gemeinde will ihren Hirsch Henry schützen

Die Büdesheimer wünschen sich jedenfalls, dass Hirsch Henry ihnen noch lange erhalten bleibt. "Wir haben Anfang August in Büdesheim ein Heavy-Metal-Konzert und ich hoffe, dass er das Fest gut übersteht und vielleicht dort vorbeischaut", sagt Ortsbürgermeister Walter Post (Freie Wähler).

Büdesheimer Ortsbürgermeister Walter Post konnte bislang den Halter nicht finden, der Hirsch Henry vermisst.
Büdesheimer Ortsbürgermeister Walter Post hat bereits mit Förstern aus der Umgebung gesprochen. Er konnte bislang keinen Halter finden, der den Damhirsch vermisst.

Sollte der Damhirsch noch länger in Büdesheim unterwegs sein, plant die Ortsgemeinde bereits konkrete Maßnahmen, um auch ihren neuen Mitbewohner zu schützen. "Wir werden am Ortseingang Schilder aufstellen, dass die Autofahrer vorsichtig fahren. Es soll niemand zu Schaden kommen, auch Henry nicht", so Post.

Birkenfeld

Zimmerer zieht Wildtier groß Wildschwein Friedrich: Ein Keiler zum Liebhaben

Seit etwa zwei Jahren zieht Zimmerei-Chef Dennis Renschler neben seinem Betrieb in Birkenfeld einen Keiler groß. Das Wildschwein wiegt schon über 100 Kilo. Ein echter Brummer, den man einfach liebhaben muss.

Kaiserslautern

Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad So kühlen sich Tiere in den Tierparks in der Westpfalz ab

Eine Hitzewelle hat die Westpfalz erreicht. Das bringt nicht nur Menschen ins Schwitzen, sondern auch Tiere in den Tierparks in der Region.