Am 3. Oktober öffneten in ganz Deutschland mehr als 700 Moscheen ihre Türen - und auch viele islamische Gemeinden in Rheinland-Pfalz luden Besucherinnen und Besucher zu Führungen durch die Gebetsräume ein, boten Vorträge und Ausstellungen an - und oft gab es dazu typische Speisen und Getränke. Der Tag der offenen Moschee sollte Begegnungen schaffen und zeigen, welche Rolle muslimische Gemeinden in unserer Gesellschaft spielen.
Aktionen in Rheinland-Pfalz
Zum Tag der offenen Moschee gab es unter anderem Aktionen in Mainz, Bad Kreuznach, Eisenberg, Worms, Ludwigshafen, Speyer, Landau, Frankenthal und Koblenz.
Ob auch eine Moschee in ihrer Nähe am Tag der offenen Moschee teilnahm, konnte man über diese Suchfunktion hier herausfinden.
Warum der 3. Oktober bewusst gewählt wurde
Der Termin am 3. Oktober fällt auf den Tag der Deutschen Einheit. Aus gutem Grund: Mit der Wahl des Tags der Deutschen Einheit wollten die beteiligten muslimischen Verbände die Zugehörigkeit der Muslime zu Deutschland unterstreichen.
Islam in Deutschland
Was glauben Muslime - und wie prägt dieser Glaube das Leben der Gläubigen? Darüber geben muslimische Männer und Frauen Auskunft im "Islam in Deutschland". Es bietet Glaubenszeugnisse, aber auch viele Informationen über den Islam und richtet sich so an Muslime ebenso wie an Nicht-Muslime.
So ist der Tag der offenen Moschee entstanden
Der bundesweite Tag der offenen Moschee wurde 1997 auf Initiative des Zentralrats der Muslime in Deutschland ins Leben gerufen. Seither findet er jedes Jahr am 3. Oktober statt. Seit 2007 wird der Tag der offenen Moschee vom Koordinationsrat der Muslime (KRM) organisiert.
Das Motto 2026: Moscheen als gesellschaftliche Orte
In diesem Jahr stand der Tag der offenen Moschee unter dem Motto "Moscheen als Träger gesellschaftlicher Verfasstheit" - also als Orte, an denen sich unsere Gesellschaft organisiert, austauscht und zusammenkommt. Der Tag der offenen Moschee wollte damit auch das 77. Jubiläum des Grundgesetzes in den Blick nehmen.
Nach Angaben des Koordinationsrats sollte in diesem Jahr vor allem sichtbar werden, welche Rolle muslimische Gemeinden und Einrichtungen im Alltag vieler Menschen spielen. Ziel war es, Begegnungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen zu ermöglichen und über islamisches Gemeindeleben und Glaubenspraxis zu informieren. Moscheen seien nicht nur Orte des Gebets und der Spiritualität, sondern unter anderem auch der Bildung, Beratung, Jugendarbeit, Nachbarschaft und des gesellschaftlichen Dialogs.
Wer sich also ein eigenes Bild machen wollte, konnte am 3. Oktober eine der teilnehmenden Moscheen besuchen, das Gespräch suchen und Fragen stellen - der Tag der offenen Moschee lebt von persönlichen Begegnungen.