Auch die Schloss Oranienstein-Kaserne in Diez war am Samstag für Besucher offen. Vor Ort konnten Interessierte ein Sanitätsfahrzeug aus nächster Nähe sehen und auch von innen besichtigen. Daneben wurden aber auch weitere Militärfahrzeuge wie Panzer und Raketenwerfer präsentiert, auch die Militärsausrüstung durfte anprobiert werden. Mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher kamen zur Veranstaltung. Sie wollten sich ein Bild von den Streitkräften und dem dortigen Sanitätsschwerpunkt machen.
Für die Bundeswehr ging es darum, Menschen für den Dienst zu begeistern - ohne ihn schönzureden. "Ausbildung an der Waffe, auch schießen, Auslandseinsätze", das gehöre dazu. Das ist auch der 17-jährigen Madleen klar, die sich für ein Medizinstudium bei der Bundeswehr interessiert. "Für das Land einstehen, das würde ich auf jeden Fall machen", sagt sie. Auch wenn man natürlich ein bisschen Angst habe, in den Krieg zu ziehen. Mit dieser Bereitschaft ist Madleen bei Jüngeren eher eine Minderheit. Wehrpflicht oder Freiwilligendienst stehen nicht so hoch im Kurs.
Das Interesse in Diez war groß, inklusive Schlange stehen bei der Panzerhaubitze. Die Bundeswehr will sich als attraktiver Arbeitgeber zeigen - in einer Weltlage, in der ein Verteidigungsfall scheinbar näher rückt. "Unsere Welt hat sich verändert", sagt der Diezer Kommandeur Matthias Grüne.
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