Die Situation in den Blutspendezentralen in der Region habe sich "dramatisch verschlimmert", sagt Alexander Patek, der ärztliche Leiter der Blutspendezentrale Saar-Pfalz. Die Blutspende-Bereitschaft gehe immer weiter zurück. "Das wird in den nächsten Jahren wohl auch nicht besser werden", so Patek.
Babyboomer waren bislang "tragende Säule" der Blutspende
Der Grund: Bislang hätte vor allem die Generation der Babyboomer regelmäßig Blut gespendet. Sie seien die "tragende Säule der Blutspende" gewesen. Doch diese Gruppe würde aus gesundheitlichen und Alters-Gründen jetzt nach und nach ausscheiden. Deswegen brauche es jetzt neue, jüngere Blut-Spender. Die Blutspendezentrale in Kaiserslautern versuche daher über Soziale Medien jüngere Menschen anzusprechen, doch das gestalte sich "extrem schwierig", sagt Patek.
Im benachbarten Labor der Blutbank im Westpfalz-Klinikum werden Blutspenden weiter analysiert und dann individuell für die Patienten des Krankenhauses vorbereitet. Christian Vollmar, Laborarzt in der Blutbank, hofft, dass der Bedarf an Bluttransfusionen künftig sinken könnte, zum Beispiel wegen schonenderer Operationsverfahren. Doch auf Blutspender sei man auch weiterhin angewiesen.