Der August ist ein besonderer Monat für Sternenbeobachter: Auf die partielle Sonnenfinsternis am 12. August folgte in der Nacht direkt der Höhepunkt der Perseiden. Und am Morgen des 28. Augusts wird eine partielle Mondfinsternis zu sehen sein.
- Das ganze Video und weitere Highlights der partiellen Sonnenfinsternis
- Infos zu den Perseiden in RLP
- Infos zur Beobachtung der Mondfinsternis in RLP
Highlights der partiellen Sonnenfinsternis in RLP
Am Mittwochabend konnte in Rheinland-Pfalz eine sehr tiefe partielle Sonnenfinsternis beobachtet werden. SWR Aktuell war in der Sternwarte Klein-Winternheim und hat von dort live berichtet.
Im Südwesten Deutschlands waren bis zu etwa 90 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt, im Nordosten rund 83 Prozent. Los ging es in Rheinland-Pfalz um etwa 19:20 Uhr, das Maximum erreichte das Naturphänomen rund eine Stunde später.
Viele tolle Aufnahmen aus Rheinland-Pfalz gibt es hier zu sehen:
Besonders war die tiefe Stellung der Sonne: Sie stand schon sehr niedrig über dem West- bis Nordwesthorizont. Das machte die Finsternis sehr fotogen - vorausgesetzt, man hatte freie Sicht nach Westen, etwa von Weinbergen, Höhenlagen in Eifel und Hunsrück oder exponierten Kuppen im Pfälzerwald.
Für einige wenige Menschen war die Sonnenfinsternis allerdings kein reines Vergnügen. In Mainz etwa suchten zehn Personen die Augenklinik der Universitätsmedizin auf. Die Betroffenen hätten entweder ungeschützt oder mit zu wenig Schutz die Sonnenfinsternis beobachtet, hieß es. Bei den Beschwerden könne es sich um verschwommenes oder verzerrtes Sehen, Lichtempfindlichkeit oder um einen blinden Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes handeln. Direkt behandeln könne man die Symptome nicht. Die verletzten Sehzellen müssten sich von selbst erholen.
Zu lange reingeschaut? Nach Sonnenfinsternis: Zehn Menschen in Mainzer Uniklinik behandelt
Blinde Flecken und Sehprobleme: Nach der Sonnenfinsternis haben sich viele Menschen mit Beschwerden in der Augenklinik der Mainzer Unimedizin gemeldet.
Tipps und Infos zur Beobachtung der Perseiden in RLP
Unmittelbar nach der Finsternis stand in der Nacht vom 12. auf den 13. August das Maximum der Perseiden an. Unter optimalen Bedingungen sollen laut Vereinigung der Sternfreunde etwa 60 bis 70 Sternschnuppen pro Stunde mit bloßem Auge sichtbar gewesen sein. In der Nacht störte zudem der Mond kaum, da Neumond ist. So war der Himmel besonders dunkel.
Auch in den kommenden Nächten sind noch einige Sternschnuppen zu sehen, wenn auch nicht mehr ganz so viele wie in der Nacht auf den 13. August. Bis zum 24. August gibt es noch die Gelegenheit, das Himmelsfeuerwerk zu beobachten, sofern das Wetter mitspielt.
Generell galt: Überall dort, wo es wenig künstliche Beleuchtung gab, konnte man gut Sterne und Sternschnuppen beobachten.
Sternschnuppen schauen in der Region Kaiserslautern
Der Pfälzerwald mit seiner dünnen Besiedlungsdichte gilt insgesamt als guter Beobachtungsort in Rheinland-Pfalz. Christian Anders von der RPTU Kaiserslautern empfahl etwa Wiesen, die im Pfälzerwald gelegen sind. Dort gebe es wenig Streulicht von der Stadt.
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In Zweibrücken haben mehr als 300 Menschen am Mittwochabend eine partielle Sonnenfinsternis an der Sternwarte erlebt. Mit Schutzbrillen, Teleskopen und Picknickdecken.
Der beste Blick auf Sternschnuppen in der Pfalz
Zum Sternschnuppen sehen braucht es Dunkelheit. Städte wie Ludwigshafen oder das Areal um das Betriebsgelände der BASF sollten daher in der vergangenen Nacht eher gemieden werden - viel zu hell, selbst nachts.
Tipps zum Perseiden-Schauen in der Region Koblenz
Die SWR-Kolleginnen und -Kollegen aus dem Studio Koblenz haben etwa die Erpler Ley oder das Loreley Plateau für eine gute Sicht auf die Perseiden empfohlen.
Für alle, die es auch an anderen Abenden genau wissen wollen, lohnt sich ein Blick auf die internationale Lichtverschmutzungskarte "lightpollutionmap.info."
Infos zur Beobachtung der Mondfinsternis in RLP
Zum Monatsende folgt das dritte Himmelsspektakel des Augusts. Am Morgen des 28. August gibt es eine partielle Mondfinsternis. Gegen 6:13 Uhr steckt der Vollmond dann fast komplett im Erdschatten. Der erste Teil des Ereignisses ist von Deutschland aus sichtbar.