Wenn es sein muss, dann kann Mathias Lichti in drei Minuten die 18.000 Liter Wasser aus dem Fass leeren. Der Landwirt wird in diesen sehr trockenen Wochen häufiger um Wassertransporte gebeten. Er ist Mitglied der "Red Farmer“ eines Zusammenschlusses von Bauern, die die Feuerwehren bei Bränden unterstützen. Mit dem Wassernachschub in schwierigem Gelände zum Beispiel.
Haßloch: Trockenheit sorgt für viele Einsätze
Der letzte gemeinsame Einsatz ist noch nicht so lange her. In Haßloch hat ein Stoppelfeld gebrannt. Das Feuer breitete sich auf Wiesen und den Wald aus. Viele Feuerwehren aus der Region waren im Einsatz. Mathias Lichti und seine Leute sind gleich mit drei Fässern hingefahren, haben diese direkt an die Feuerwehrautos angeschlossen und so geholfen, das Feuer zu bekämpfen.
Landwirte und Feuerwehr arbeiten zusammen
Die Red Farmer bekommen für ihre Hilfe eine Aufwandsentschädigung. Im Gegenzug können die Feuerwehren auf extrem geländegängige Fahrzeuge zugreifen, die die Profi-Brandbekämpfer nicht im Fuhrpark haben. Eine Kooperation, von der alle profitieren und die sich herumspricht.
Vor drei Jahren war die Aktion mit einem Online-Portal gestartet worden. Aktuell sind 1.000 Maschinen registriert und mehr als 150 Feuerwehren nutzen das Portal - mit steigender Tendenz. Denn brennende Felder wie in Haßloch könnte es in Zukunft häufig geben.
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