Die sogenannte "Rote Liste" wird seit 1976 in Rheinland-Pfalz geführt, sie stellt den Bestand der Brutvögel dar und soll als Frühwarnsystem für den Naturschutz im Land dienen. Seit 2014, der Veröffentlichung der letzten Roten Liste, ist die Anzahl der gefährdeten Vogelarten um 15 Prozent gestiegen, so Umweltministerin Katrin Eder (Grüne).
Etwa ein Fünftel der in Rheinland-Pfalz heimischen Vogelarten sei vom Aussterben bedroht, dazu zählen beispielsweise das Braunkehlchen, die Löffelente oder der Raubwürger.
Was bereitet den Vögeln Schwierigkeiten?
Dem Umweltministerium zufolge liegt die Ursache zum einen im Klimawandel. Längere Trockenzeiten führten zur Knappheit von Wasserquellen und damit auch zu weniger Brutplätzen. Zum anderen würden durch die Landwirtschaft die Lebensräume von Insekten kleiner, dadurch verschwänden wichtige Nahrungsquellen.
Bodenbrüter sind besonders gefährdet
Dadurch, dass Bodenbrüter ihre Nester im oder am Boden bauen, seien sie besonders stark gefährdet. So habe nicht nur der vom Aussterben bedrohte Kiebitz mit dem Klimawandel zu kämpfen. Längere Trockenzeiten führten zu Wassermangel, wohingegen starker Regen die Äcker, in denen der Kiebitz nistet, verschlamme.
Rote Liste zeigt auch positive Entwicklungen
Die Rote Liste zeige jedoch nicht nur eine schlechte Bilanz, so seien sechs Arten im Gegensatz zu 2014 nun weniger gefährdet. Einige Vogelarten würden sogar den heimischen Bestand ergänzen. Hierbei handle es sich um die Gänsesäger sowie die Bartmeise.