Als am 6. Juli 2024 ein totes Wildschwein bei Gimbsheim (Kreis Alzey-Worms) gefunden wurde, da lief sofort die Alarmkette an - mit Folgen auch für Spaziergänger und Jäger. Das Gebiet am Rhein wurde mit kilometerlangen Zäunen abgesperrt, um infizierte Wildschweine daran zu hindern, das Virus der Afrikanischen Schweinepest weiterzutragen.
Anleinpflicht für Hunde im Kerngebiet bei Oppenheim
In einigen Gebieten gilt bis heute eine Anleinpflicht für Hunde, damit keine Wildtiere aufgescheucht werden. Im Oppenheimer Wäldchen sind immer noch Wege gesperrt. Das Gebiet wird vom Veterinäramt des Kreises Mainz-Bingen als Kerngebiet bezeichnet. Hier wurden die meisten mit der Tierseuche infizierten Kadaver gefunden.
In diesem Jahr drei tote Wildschweine entdeckt
Seit September 2025 wurden gerade einmal drei tote Wildschweine entdeckt, zwei im April im Kreis Mainz-Bingen, eines Ende Juni im Kreis Alzey-Worms. Die Schutzmaßnahmen zeigen offenbar Wirkung - und werden deshalb bereits teilweise gelockert. So geschehen im April im nördlichen Teil des Kreises Mainz-Bingen.
Seitdem dürfen dort Hunde außerhalb des Waldes wieder frei laufen und Landwirte dürfen ihre Felder wieder abernten, ohne sie vorher nach Wildschweinen absuchen zu müssen.
Rheinhessen im nächsten Jahr ohne Afrikanische Schweinepest?
Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat angedeutet, dass möglicherweise im Herbst auch im südlichen Rheinhessen die Schutzzonen zurückgestuft werden könnten. Sollten bis dahin keine neuen Fälle auftreten, dann könnten 2027 sogar alle Maßnahmen aufgehoben werden.