Die Schauspielerin mit Wurzeln in Rheinhessen und Puerto Rico ist damit die siebte Preisträgerin der Auszeichnung, die seit 2018 vergeben wird. Im diesjährigen Stück "See aus Asche - Das Lied der Nibelungen" hatte Arnold die Rolle des Lindenblattes gespielt.
Mit dem Preis verbunden sind 10.000 Euro Preisgeld, die von der der Wormser Ehrenbürgerin Ilse Lang gesponsert werden und eine gläserne Stele mit einem Drachenmotiv des Illustrators Hendrik Dorgathen, die der Konzern Schott spendet.
Preisverleihung zum Abschluss der Nibelungenfestspiele
Die Preisverleihung fand am Sonntag zum Abschluss der Festspiele im Wormser Heylshofpark statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, der die Entscheidung des Kuratioriums wie folgt beschrieb: "Sie [Arnold] übersetzt die Sprachkraft des Textes in energiegeladene Dramatik. Als Lindenblatt schafft sie es, Siegfried menschlicher zu machen. Ihre expressive Stimme nutzt sie über stimmliche Originalität hinaus für körperliche Originalität. Sie setzt Humor und Poesie ein, um ausdrucksstark als sprechendes Blatt Nibelungengeschichte zu schreiben."
Alle 16 Vorstellungen in Worms ausverkauft
Alle 16 Vorstellungen des diesjährigen Theaterstücks "See aus Asche" von Roland Schimmelpfennig sind ausverkauft gewesen, mehr als 20.000 Tickets gingen über die Theke - und das zum ersten Mal seit der Festivalgründung im Jahr 2002. Die diesjährige Bühne bestand aus 600 Tonnen Kies, Die Rolle des Siegfried wurde erstmals vom Norweger Eivin Nilsen Salthe verkörpert:
Verantwortliche zufrieden - Kritiker positiv
Der Intendant der Nibelungen-Spiele, Nico Hofmann, gab nach dem Ende der letzten Vorstellung zu, man sei sehr stolz auf die Neugier der Zuschauer und den enormen Zuspruch.
Wir freuen uns sehr, dass Roland Schimmelpfennig mit seinem atemberaubenden Text, und Mina Salehpour mit ihrer zupackenden Regie als kongeniales Duo bewiesen haben, dass inhaltlich anspruchsvolles und gesellschaftlich relevantes Theater und große Unterhaltung auf einer publikumswirksamen Open-Air Bühne kein Widerspruch sein müssen. Gemeinsam mit einem Ensemble, das mit einer Wucht und gemeinsamen Spielfreude so stark war wie selten, ist in diesem Jahr etwas sehr Besonderes entstanden.
Der literarische Anspruch der Inszenierung habe sich ausgezahlt, so die Veranstalter. Die Kritiken in Zeitungen und Magazinen seien fast durchweg positiv gewesen. Neben dem angsehenen Autor Roland Schimmelpfennig und der namhaften Regisseurin Mina Salehpour habe auch die Besetzung mit Jamsin Tabatabai und Wolfram Koch Besucher nach Worms gelockt.