Wenn es um die Ordnung auf den Straßen geht, greifen die meisten Menschen zum Telefon und rufen das Ordnungsamt. Nicht so ein Bewohner in Mainz-Laubenheim. Dieser entschied sich, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen - oder besser gesagt, den Pinsel.
Mit weißer Farbe und Klebeband markierte er im Wendehammer seines Wohngebiets eine Sperrfläche - also ein Parkverbot. Allerdings gefiel das den Nachbarn offenbar nicht, sie alarmierten das Rechts- und Ordnungsamt.
Halteverbots-Markierungen in Mainz: Polizei greift ein
Als der Anwohner von den Ordnungsamtsmitarbeitern aufgefordert wurde, seine Personalien anzugeben, weigerte er sich. Daraufhin wurde die Polizei gerufen. Die stellte dann vor Ort fest, dass der Mann insgesamt 19 Bordsteine mit weißer Farbe bemalt hatte. Sie sollten anderen offenbar signalisieren: Hier darf nicht geparkt werden! Der "Künstler" selbst äußerte sich nicht zu seiner Aktion.
Parkverbot auf eigene Faust: Ermittlungen wegen Sachbeschädigung
Warum der Mann eigenmächtig ein Halteverbot schaffen wollte, bleibt also erst einmal unklar. Möglicherweise störten ihn parkende Autos im Wendehammer oder er wollte einfach eine freie Fläche schaffen. Fakt ist: Seine Aktion hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung zur Folge.