Sobald es dunkel war, wurden von Donnerstag bis Samstag Video-Installationen an Gebäude in der Mainzer Innenstadt geworfen. Zu den 2D- und 3D-Animationen gab es Musik. Kreiert hatten diese Kunstwerke die Studierenden des Studiengangs "Zeitbasierte Medien" der Hochschule Mainz.
Zum vierten Mal ein Erfolg
Zum vierten Mal hatten die Studierenden den Fassaden der Mainzer Gebäude Leben eingehaucht. Die Stadt Mainz, ihre Marketing-Gesellschaft mainzplus und die Hochschule Mainz organisieren das Lichtfestival.
Und auch in diesem Jahr waren sie sehr zufrieden. Rund 80.000 Menschen seien in die Mainzer Innenstadt gelockt worden, so mainzplus.
Zehn Stationen in der Innenstadt
Vom Osteiner Hof über das Staatstheater bis hin zum Jocke-Fuchs-Platz und dem Mainzer Rathaus gab es Installationen auf den Häusern. Die Besucherinnen und Besucher sahen zum Beispiel an der Fassade des Osteiner Hofes einen Waschbären, der sich mit einer Spraydose austobte. Am Mainzer Staatstheater waren tanzende Hände zu sehen.
Auf dem Jockel-Fuchs-Platz kehrten die Flamingos nach Mainz zurück, die nach Jahrzehnten aus dem Mainzer Stadtpark in einen Tierpark verlegt worden waren. Zudem verwandelte sich der Platz ab 22 Uhr in eine Tanzfläche unter freiem Himmel.
Ein halbes Jahr Vorbereitung
Die Studierenden der Hochschule Mainz hatten das Lichtfestival etwa ein halbes Jahr vorbereitet. Dabei konnten sie ihre Themen frei wählen und umsetzen. "Es ist immer ergebnisoffen. Wir sind ja nicht die Geschmackspolizei, die vorgibt, was zu sehen sein wird", so der Dekan des Fachbereichs Gestaltung, Olaf Hirschberg.
Für den Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) ist das Late Light Festival ein Highlight im Mainzer Veranstaltungskalender.