Aktuell seien nur noch wenige Einsatzkräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen vor Ort. Nach Angaben eines Sprechers des Katastrophenschutzes sind sie noch dort, um sicherzugehen, dass keine Glutnester mehr da sind.
Eine Einsatzkraft leicht verletzt
Durch das Feuer sei niemand verletzt worden. Allerdings sei eine Einsatzkraft wegen der Hitze so erschöpft gewesen, dass sie vom Rettungsdienst behandelt werden musste.
Mehrere Häuser wurden evakuiert
Wegen des Feuers und der starken Rauchentwicklung wurden mehrere angrenzende Wohnhäuser geräumt. Sechs Bewohnerinnen und Bewohner wurden von Einsatzkräften betreut, teilte der Landkreis Mainz-Bingen mit. Um 1:43 Uhr gab die Leitstelle bezüglich der Rauchentwicklung Entwarnung.
Auf dem Betriebsgelände des kunststoffverarbeitenden Betriebs standen mehrere Gebäude in Flammen. Die Spezialbaufirma arbeitet unter anderem mit Asphalt und Beton. Ob auch Gefahrgüter betroffen sind, ist noch unklar.
Schwierige Löscharbeiten wegen Hitze
Die Löschwasserversorgung war im Zusammenhang mit der Hitzeperiode anspruchsvoll. Aufgrund der Ausbreitung des Brandes hat der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Mainz-Bingen, Yannick Georges, mit seinem Team die Einsatzleitung übernommen. Insgesamt waren etwa 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsdienste, Technischem Hilfswerk und Polizei vor Ort. Was in der Lagerhalle in Brand geraten ist und warum das Feuer ausbrach, ist bislang noch unklar.
Wegen der benötigten Menge war das Wassernetz an der Kapazitätsgrenze. Um die Versorgung sicherzustellen, musste Wasser aus dem Wiesbach entnommen werden. Das Freibad muss zunächst geschlossen bleiben, hieß es. Auf der Wasseroberfläche und den angrenzenden Flächen hätten sich Rußpartikel niedergeschlagen.
Warnung der Anwohner per Warn-App
Eine Warnung über die Warn-Apps war am Sonntagabend veröffentlicht worden: Die Menschen in Sprendlingen, Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim sollten die Fenster und Türen geschlossen halten sowie Klimaanlagen und Lüftungen abschalten. Die Bahnstrecke bei Sprendlingen wurde sicherheitshalber gesperrt, ist inzwischen aber wieder freigegeben worden.
Rußniederschlag nicht berühren
Stellenweise hätten sich sichtbarer Ruß und Verbrennungsrückstände niedergeschlagen, vor allem im Gemeindegebiet Sprendlingen. Eine besondere Gefahr bestehe diesbezüglich nicht, so der Landkreis. Eine direkte Berührung solle aber vermieden werden. Die Rückstände könnten mit Wasser und Seife entfernt werden.