Der tödliche Unfall passierte in einem verkehrsberuhigten Bereich im Mainzer Stadtteil Gonsenheim. Der damals 15-jährige Jugendliche soll nach SWR-Informationen am Abend des 18. April 2024 das Auto seines Vaters gefahren haben.
Der Vater des Jugendlichen soll auf dem Beifahrersitz gesessen haben. Es soll sich um eine Art Fahrstunde gehandelt haben. Dabei erfasste das Auto die 56-jährige Fahrradfahrerin. Sie starb noch an der Unfallstelle.
Mainzer Amtsgericht verwarnt Jugendlichen
Der Jugendliche war daraufhin nach Angaben des Landgerichts vom Amtsgericht wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Weil er noch jung sei, habe das Gericht lediglich eine Verwarnung ausgesprochen, so der Sprecher.
Mainzer Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen Entscheidung ein
Die Mainzer Staatsanwaltschaft hat Berufung gegen dieses Urteil eingelegt. Sie hatte wegen fahrlässiger Tötung gegen den minderjährigen Sohn und seinen Vater ermittelt. Deswegen kommt es nun zum Prozess.
Verhandlung in zweiter Instanz
Der Fall wird jetzt in zweiter Instanz vor der Jugendkammer des Mainzer Landgerichts neu verhandelt. Dabei ist die Öffentlichkeit zum Schutz des Jugendlichen ausgeschlossen. Auch der vorangegangene Prozess vor dem Amtsgericht war nicht öffentlich.
Ermittlungen auch gegen Vater des Jugendlichen
Auch gegen den Vater des Jugendlichen läuft ein Verfahren. Das ist nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht abgeschlossen. Der Vater soll nach SWR-Informationen seinen Sohn an das Steuer des Wagens gelassen haben.