Erst im vergangenen Oktober wurde die neue Fähre Alma in Betrieb genommen. Eine Fähre, die extra auf Niedrigwasser ausgelegt ist. Sie verbindet Mannheim und Altrip – bei dem aktuellen Niedrigwasser ist sie einer der wenigen Fähren, die noch den Rhein überqueren.
Einige SUVs müssen an Land bleiben
Wegen des Niedrigwassers können seit dem 08.08.2026 nur noch Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen mitgenommen werden. Für manche schwereren SUVs oder kleinere Busse ist also am Anleger Schluss.
Die neue Fähre Altrip: gebaut wie ein Luftkissen
Sie liegt mit ihren 400 Tonnen wie ein Luftkissen auf dem Wasser, erklärt uns Fährführer Nico Chevalier. Das erstaunliche: Diese riesige Fähre bräuchte nur 40 bis 50 cm Wasserhöhe um darüber zu fahren. Der Grund dafür sind die Elektromotoren und vier Jetpumpen. Dadurch hat die Fähre weniger Tiefgang, weil keine Schiffschrauben unten rausragen. Sie kann also auch bei deutlich niedrigerem Rheinpegel noch fahren.
Deswegen sei der aktuelle Wasserstand auch nicht das Problem, sondern die Anleger. Der Anleger auf der Mannheimer Seite ist auf das Maximum heruntergelassen – viel Spielraum sei jetzt nicht mehr, so Nico Chevalier. Der Fährführer bleibt aber optimistisch:
Ich bin guter Dinge, dass wir noch weiterfahren können.
Pendler freuen sich, dass Fähre noch fährt
Auf jeder Überfahrt sind viele Autos oder Fahrräder an Bord. Die Leute freuen sich, dass die Fähre noch fährt, insbesondere weil die Kurt-Schumacher-Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen gesperrt ist. Das bedeutet viel Stau, die Fähre ist eine Ausweichmöglichkeit für die Pendler:
Wenn die Fähre ausfallen würde, wäre der Heimweg eine Stunde länger.
So hoffen die Pendlerinnen und Pendler aber auch das Personal an Bord, dass die Fähre die nächsten Tage und Wochen fahren kann – den Wasserpegel und die Wettervorhersage haben hier alle im Blick.