Tatverdächtiger Ehemann wurde wegen Körperverletzung angezeigt

Ludwigshafen: Nach Tötung von 37-jähriger Ehefrau - Verwandte entsetzt

Nachdem eine 37-Jährige aus Ludwigshafen offenbar von ihrem eigenen Ehemann erstochen wurde, meldet sich nun ihre Familie zu Wort. Die Frau habe ihren Mann verlassen wollen, daher habe der 39-Jährige sie getötet.

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Von Autor/in Nicoletta Prevete

Eine Familienangehörige sagte gegenüber dem SWR: "Unsere Verwandte wurde brutal ermordet. Dies war ganz klar ein Femizid!"

Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen, Jutta Steinruck (parteilos) erklärte am Montag vor einer Schweigeminute im Ludwigshafener Stadtrat: "Vor wenigen Tagen wurde in unserer Stadt eine Frau getötet. Sie hatte Angst um ihr Leben. Sie wollte sich trennen und ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnen. Dazu kam es nicht. Eine Frau ist tot. Das war kein Familiendrama. Das war ein Femizid. Ein Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist."

Hintergründe noch unklar

Die Staatsanwaltschaft in Frankenthal kann laut eigener Aussage noch nichts über den Hintergrund der Tat sagen. Die Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aktuell wegen Totschlags.

Sie bestätigt aber Aussagen der Verwandten des Opfers, dass es bereits in der Vergangenheit zu Gewalt gegen die Frau kam. Zumindest hatte die 37-Jährige im Jahr 2023 ihren eigenen Mann wegen Körperverletzung angezeigt. Der Fall wurde dann aber auf Wunsch der Frau nicht weiter verfolgt, so die Staatsanwaltschaft Frankenthal.

Familie will auf Thema aufmerksam machen

Unterdessen möchte die Familie, dass dem Thema Gewalt gegen Frauen eine breitere Aufmerksamkeit geschenkt wird und macht auch die Beerdigung der 37-jährigen Frau an diesem Donnerstag auf dem Maudacher Friedhof öffentlich.

Ludwigshafen
Symbolbild eines Polizeiautos

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Ein Mann hat nach Angaben der Polizei in Ludwigshafen seine Ehefrau erstochen und dann selbst die Polizei gerufen. Der Mann sitzt jetzt in U-Haft, die Kinder des Paares kamen ins Jugendamt.

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"Ich setze mich schon lange gegen Gewalt an Frauen ein. Dass so etwas in unserer eigenen Familie passieren könnte, hätte ich niemals gedacht. Ich wünsche daher, dass die Beerdigung unserer Verwandten öffentlich gemacht wird, um auf das Thema 'Femizide' aufmerksam zu machen", erklärte eine Familienangehörige gegenüber dem SWR.

39-Jährige starb an zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen

Am späten Abend des zweiten Novembers hatte der 39-Jährige Ehemann der getöteten Frau selbst die Polizei gerufen. Am Tatort habe man versucht, die Frau zu reanimieren. Dies sei aber, so Polizei und Staatsanwaltschaft, nicht gelungen. Die Frau verstarb an zahlreichen Stich- und Schnittverletzungen, wie eine Obduktion der Leiche ergab. Sie hinterlässt zwei Kinder, die jetzt bei der Familie des Opfers untergekommen sind.

Mehrere Frauenunterstützungseinrichtungen in Ludwigshafen haben eine Mahnwache für eine getötete Frau abgehalten. Nach der Tötung der Ehefrau: Verwandte sprechen jetzt von brutalem Mord.
Mit einer Mahnwache haben Menschen der getöteten Frau in Ludwigshafen gedacht.

Am vergangenen Freitag waren etwa 100 Menschen zu einer Mahnwache in die Ludwigshafener Innenstadt gekommen, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Darunter waren auch zahlreiche regionale Frauenorganisationen.

Ludwigshafen
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Mehrere Fraueneinrichtungen in Ludwigshafen haben eine Mahnwache für eine getötete Frau abhalten. Die 37-Jährige war laut Polizei von ihrem Mann erstochen worden.

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Nicoletta Prevete
Autorin Nicoletta Prevete im Einsatz.

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