Das klaffende Loch gegenüber vom Landauer Hauptbahnhof ist kaum zu übersehen. Und eigentlich hätte es im Frühjahr mit dem Bau des "Stadttor Landau" losgehen sollen. Das Unternehmen Ehret und Klein aus Starnberg bei München hatte Großes vor: 70 neue Wohnungen, Gastronomie und Läden hätten im "Stadttor Landau" Platz finden sollen.
Kein neuer Wohnraum an Kaufhof-Baugrube in Landau
Doch mit dem Bau hatte die Firma nach dem Abriss nie angefangen, die Gründe dafür sind unklar. Nun ist die Sparkasse Südpfalz als Investor eingesprungen. Es soll eine zentrale Filiale entstehen und das auf mindestens 13.000 Quadratmetern Fläche.
"Es soll auch die Möglichkeit geben, dass medizinische Versorgung oder ein gastronomisches Angebot einzieht", sagte Benjamin Hirsch, stellvertretender Vorsitzender der Sparkasse Südpfalz, auf der Pressekonferenz am Mittwochabend. Doch die Fläche sei überwiegend für die Sparkasse gedacht. Denn die will die beiden bisherigen Landauer Standorte nun verkaufen.
Baustart der neuen Sparkassenfiliale Südpfalz noch unklar
Momentan stecke man noch in der Projektplanung, erklärte Hirsch von der Sparkasse Südpfalz. Die solle noch drei Monate gehen. Danach komme die Detailplanung und daraufhin der Baustart.
Oberbürgermeister Landau: "Die Verhandlungen waren nicht einfach."
Dominik Geißler (CDU) zeigte sich sichtlich erleichtert: "Ich habe selbst nicht damit gerechnet, die Verhandlungen waren nicht einfach." Fast ein Jahr hätten sie mit Ehret und Klein verhandelt. "Uns war es wichtig, dass die Firma das Objekt so auf den Markt bringt, dass auch ein Investor einspringen kann", sagte Geißler. Dass sich nun mit der Sparkasse Südpfalz ein lokaler Investor gefunden habe, sei ein Erfolg.
Doch die einst geplanten 70 Wohnungen werden, zumindest an diesem Standort, nicht kommen. Die Stadt Landau überlegt nun, der Sparkasse Südpfalz die beiden bisherigen Filialen abzukaufen.
Ein Standort könne als Verwaltungsgebäude für die Stadt Landau dienen, denn die sei auf verschiedene Orten verteilt, erklärte Geißler. Und den anderen Standort könne man für neuen Wohnraum nutzen. Die Verhandlungen über diese beiden Standorte müssen erst noch geführt werden. Doch Geißler zeigte sich zuversichtlich, dass auch dieses Vorhaben gelingen könnte: "Das ist eine Win-Win-Situation für alle."