Wie die Feuerwehr mitteilte, ereignete sich der Unfall am Montagmittag in der Gefahrstoffhalle einer Speditionsfirma. Den Angaben zufolge stürzte ein Behälter mit einem flüssigen Gefahrstoff um. Daraufhin habe sich die gesamte Flüssigkeit in der Halle ausgebreitet.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vom Dienstag handelte es sich bei dem Gefahrstoff um Hydroxylamin. Hydroxylamin ist eine chemische Substanz, die in der Kunststoffproduktion eingesetzt wird. Sie gilt unter anderem als explosiv, giftig und gesundheitsschädlich.
Gefahrstoff ausgelaufen: Kriminalpolizei ermittelt
Nach ersten Erkenntnissen sei der Behälter mit dem Hydroxylamin durch einen Fehler beim Verladen umgekippt. Die genauen Umstände des Unfalls ermittelt demnach jetzt die Kriminalpolizei.
Lagerhalle in Ludwigshafen muss geräumt werden
Nach Angaben der Feuerwehr war in der Halle eine größere Anzahl weiterer Behälter mit unterschiedlichen Gefahrstoffen gelagert. Daher wurde die Halle nach dem Unfall am Montagmittag komplett geräumt. Anschließend nahmen die Einsatzkräfte die ausgelaufene Flüssigkeit mit einem speziellen chemischen Bindemittel auf.
Eine Reinigungsfirma mit einem Spezialfahrzeug entsorgte den dadurch entstandenen Müll. Bei der Entsorgung mussten die Einsatzkräfte in speziellen Schutzanzügen arbeiten. Wegen der Schutzmaßnahmen und der aufwendigen Dekontamination dauerte der Einsatz etwa 14 Stunden.
Keine Gefahr für Mensch und Umwelt
Während des gesamten Einsatzes wurden in der betroffenen Firma sowie im umliegenden Gebiet regelmäßig Messungen durchgeführt. Es seien keine erhöhten Werte gemessen worden. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt bestand demnach zu keinem Zeitpunkt. Auch wurde niemand verletzt.
Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Ludwigshafen, Ludwigshafen-Oppau, Frankenthal und der BASF-Werkfeuerwehr im Einsatz. Hinzu kamen Kräfte des Katastrophenschutzes Ludwigshafen, des Rettungsdienstes und der Polizei.