Das Unternehmen Vulcan Energy verfolgt im Rheingraben schon länger große Pläne: Im Tiefengrundwasser liegt hier eines der größten Lithiumvorkommen Europas - und das soll schon bald kommerziell gefördert werden.
Wie das Handelsblatt berichtet, startet der milliardenschwere Rohstofffonds der Bundesregierung bald mit der Förderung von Projekten. Das Lithium-Projekt in Landau soll das erste sein, das Geld bekommt.
Förderanlage für Lithium in Landau seit Oktober genehmigt
Die Baugenehmigung für die Förderanlage in Landau wurde Ende Oktober erteilt. Sie soll laut Vulcan die größte Europas werden. Auch für die Weiterverarbeitung stehen Standort und Genehmigung in Höchst bei Frankfurt schon fest. Eine Pilotanlage läuft dort bereits.
Das Lithium wird vor allem für die Batterieproduktion gebraucht. Jährlich könnte mit den geplanten Anlagen Material für bis zu 500.000 E-Auto-Batterien verarbeitet werden, so der Betreiber. Aus dem Rohstofffonds der Bundesregierung soll dafür nun Geld nach Landau fließen.
Rohstofffonds der Bundesregierung soll Deutschland unabhängiger machen
Der Fonds war bereits vor über einem Jahr aufgesetzt worden. Geld ist bislang aber noch keines geflossen, obwohl in kürzester Zeit mehr als 50 Anträge eingegangen waren. Grund waren wohl Unklarheiten bei der Absicherung der Finanzierung.
Das Handelsblatt berichtet nun unter Berufung auf Insider, dass Wirtschafts- und Finanzministerium sich in diesem Punkt geeinigt haben sollen. Ziel des Fonds ist es, Deutschland und Europa bei zentralen Rohstoffen unabhängiger zu machen. Dazu unterstützt der Fonds Projekte zur Gewinnung, zur Verarbeitung und zum Recycling kritischer Rohstoffe auch mit Eigenkapital.
Bund und Länder fördern das Lithium-Projekt darüber hinaus mit rund 104 Millionen Euro, das gab Vulcan im Juli bekannt. Zu dem Geld aus dem Fonds hat sich das Unternehmen bislang nicht geäußert.