Am Samstag traf ein zweiter Patient zur Behandlung in Ludwigshafen ein, teilte das Innenministerium in Mainz mit. "Die Mission ist damit für Rheinland-Pfalz aktuell beendet." Eine Patientin war bereits zuvor angekommen. Insgesamt hat das Klinikum Platz für bis zu vier der 116 Verletzten der Silvesterparty.
Zustand des Brandopfers aus Crans-Montana kritisch
Die Patientin, die bereits vor Ort war, wurde in der Nacht zum Freitag notoperiert. Ihr Zustand sei kritisch, stabilisiere sich aber langsam, sagte Dr. Gabriel Hundeshagen von der BG-Klinik in Ludwigshafen dem SWR.
Für die kommenden Tage und Wochen seien weitere Operationen nötig. "Ganz allgemein kann man sagen, und das ist ja das Furchtbare an dieser Katastrophe, dass es sich eigentlich ausschließlich um junge Menschen gehandelt hat, zwischen 18 und 26 Jahren. Das ist auch genau die Altersklasse, in die die Patientin fällt, die wir übernommen haben. Das einzig Positive daran ist, dass diese jungen Patienten eine deutlich bessere Prognose haben als ältere Patienten", so Hundeshagen.
BG Klinik spezialisiert auf Brandopfer
Die BG Klinik in Ludwigshafen ist eines der größten Zentren in Deutschland für die Versorgung von Patienten mit schweren Brandverletzungen. Zwei weitere Betten stünden zur Verfügung, falls sie gebraucht würden, berichtete die Klinik. Auch im Stuttgarter Marienhospital und der BG Klinik Tübingen werden Verletzte aus dem Schweizer Wintersportort behandelt.
40 Tote und 116 Verletzte bei Brand in der Schweiz
Bei dem Brand in einer Bar kamen in der Silvesternacht mindestens 40 Menschen ums Leben. 116 Menschen wurden schwer verletzt, viele von ihnen schwer. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge in kritischem Zustand befinden.