Die Geschäfte des Chemiekonzerns BASF laufen weiter eher schlecht. Der Umsatz ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurück und auch der Gewinn sank deutlich.
Hier der Blick auf die genauen Zahlen:
- Umsatz, zweites Quartal 2025: 15,8 Milliarden Euro
- Operativer bereinigter Gewinn: 1,77 Milliarden Euro
- Gewinn nach Steuern, zweites Quartal 2025: 108 Millionen Euro
- Gewinn für Aktionäre, zweites Quartal 2025: 80 Millionen Euro
- Erwarteter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2025 gesamt: 7,3 bis 7,7 Milliarden Euro
Alle Gesamtwerte unter den Zahlen von 2024
Die vorgelegten Zahlen liegen alle unter dem Niveau von 2024. Der Umsatz ist um 2 Prozent gesunken, der bereinigte operative Gewinn (EBITDA vor Sondereinflüssen) sank um 9,4 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro.
Regelrecht eingebrochen ist der Gewinn nach Steuern. Er betrug letztes Jahr im gleichen Zeitraum noch 470 Millionen, jetzt 108 Millionen. Das sind fast 80 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hier schlagen negative Beteiligungsergebnisse und Sondereffekte durch.
Insgesamt hat die BASF ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025 angepasst. Zuvor hatte das Unternehmen einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 8,0 bis 8,4 Milliarden Euro angegeben.
CO2-freie Wärmeenergie Werk Ludwigshafen: BASF will in Geothermie einsteigen
Das Ludwigshafener Chemieunternehmen BASF plant, gemeinsam mit dem Karlsruher Lithium-Hersteller Vulcan Energy in die Geothermie einzusteigen. Das gaben beide Unternehmen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt.
Gibt es direkt spürbare Auswirkungen?
Die Zahlen sind schlechter und die Erwartungshaltung für 2025 wurde nach unten korrigiert. BASF konzentriert sich weiter auf die laufenden Kostensenkungsprogramme, die auch das Stammwerk in Ludwigshafen betreffen. Dort wurden schon Anlagen geschlossen und weitere Stilllegungen schließt der Vorstand nicht aus. "Wir haben da schon gute Fortschritte erreicht," sagte BASF-Vorstandschef Markus Kamieth.
Parallel dazu verhandeln Unternehmen und Betriebsrat derzeit über einen neuen Standortsicherungsvertrag für das Stammwerk in Ludwigshafen. Er soll vor betriebsbedingten Kündigungen schützen und Investitionen in das Werk festschreiben. Der alte Vertrag läuft am Jahresende aus.
Warum laufen die Geschäfte nicht?
Die BASF hat erklärt, dass sie von der Zollpolitik der USA ebenfalls betroffen ist - wenn auch eher indirekt. Den Kundenindustrien in Europa setzen die US-Zölle zu. Das spürt der Konzern vor allem durch die stärkere Konkurrenz auf dem Chemiemarkt und die steigende Inflation, die sich auf die Nachfrage nach BASF-Produkten und die Preise in der Chemiebranche auswirken. Zusätzlich sorge die unvorhersehbare Politik der USA für noch mehr Unsicherheit.
BASF kommt mit Sparprogramm voran
Als weiteren Grund nannte die BASF die Situation am Markt für Basis-Chemikalien. Weil hier über einen längeren Zeitraum viele Produkte verfügbar sind, geraten die Preise immer weiter unter Druck.
BASF setzt auf den chinesischen Markt
Und das Unternehmen setzt auf den neuen Produktionsstandort in Südchina, der in diesem Jahr vollständig in Betrieb gehen soll. "Der Chemiemarkt wächst ausschließlich in China" so Kamieth. Das neue Werk in Zhanjiang wird planmäßig in Betrieb gehen und deutlich weniger kosten als geplant.