Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen Amtssitz vom 14. Oktober bis zum 16. Oktober nach Andernach verlegt. Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei hatte dem Bundespräsidialamt verschiedene Städte im Land vorgeschlagen, die Frank-Walter Steinmeier besuchen könnte. Andernach hat schließlich den Zuschlag bekommen.
Oberbürgermeister freut sich auf den Bundespräsidenten
Die Vorbereitungen in der Stadt liefen auf Hochtouren und die Vorfreude war groß, erzählte Andernachs Oberbürgermeister Christian Greiner (FWG) im Gespräch mit dem SWR. "Also wenn ich jetzt sagen würde ich wäre nicht aufgeregt, dann wäre das glatt gelogen. Die Spannung steigt und wir freuen uns sehr, unser Staatsoberhaupt in Andernach begrüßen zu dürfen."
Bei dem Besuch sollen die Begegnungen mit Menschen aus Andernach im Vordergrund stehen, sagt Christian Greiner. So gab es am Dienstagvormittag auch einen Spaziergang durch die Innenstadt. Außerdem wird der Bundespräsident auch gezielt Firmen, Vereine und andere Einrichtungen besuchen.
Stationen in der Krahnenberg-Kaserne und bei den "Bäckermädchen"
Eine Station ist nach Angaben der Stadt die Krahnenbergkaserne. Außerdem soll sich Bundespräsident Steinmeier die sogenannte "Essbare Stadt" anschauen, also die öffentlichen Gärten, in denen die Andernacher kostenlos Obst und Gemüse für den Eigenbedarf ernten dürfen.
Am Dienstagabend will der Bundespräsident beim Training der SG99 Andernach, der Frauenfußballmannschaft, vorbeischauen. Magdalena, Leonie und Nina sind Teil des Teams der "Bäckermädchen" und freuen sich schon auf den Besuch: "Es ist ja schon eine große Ehre für uns und keine Selbstverständlichkeit," sagt Magdalena. Die Vorfreude sei riesig, zudem könnten sie dadurch ihren Verein der Öffentlichkeit zeigen, sagen Leonie und Nina von der SG99 Andernach.
Drei Tage volles Programm in Andernach
Am Mittwoch ist unter anderem ein Besuch in einer Schreinerei vorgesehen. Einer der Chefs ist Felix Helf, der sich schon auf den Bundespräsidenten vorbereitet hat. Helf möchte eine kurze Rede halten und mit einem Augenzwinkern darauf hinweisen, dass Steinmeier ein Jahr zu früh kommt. Denn erst nächstes Jahr feiert die Schreinerei ihr 50-jähriges Bestehen, sagt Felix Helf.
Oberbürgermeister: Steinmeier soll wiederkommen
Oberbürgermeister Christian Greiner wünscht sich, dass von Steinmeiers Besuch mehr bleibt als der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt, auch nach dessen Dienstzeitende 2027: "Dass er dann auch als Privatmann noch mal anruft und sagt, ich komme wieder, es war so schön bei euch!"