Verhandeln statt kündigen: Das ist - vereinfacht gesagt - der Inhalt einer Vorvereinbarung zwischen der Gewerkschaft IG Metall sowie dem Betriebsrat und der Unternehmensführung von ZF in Koblenz. Kernaussage: Bis Mitte 2026 wird es keine Kündigungen geben. Noch im September war die Rede davon, dass mehr als 500 Arbeitsplätze bei ZF in Koblenz abgebaut werden sollten.
IG Metall will um jeden Arbeitsplatz bei ZF in Koblenz kämpfen
Ali Yener von der IG Metall sagte, jetzt bestehe die Chance, jede einzelne Stelle auf Herz und Nieren zu überprüfen und die Anzahl im Idealfall stark zu reduzieren. "Am liebsten wäre mir, es würde gar kein Arbeitsplatz verloren gehen."
ZF hat die Vorvereinbarung zwar unterschrieben - bleibt aber in einer Stellungnahme gegenüber dem SWR dabei, dass der Personalabbau am Standort Koblenz aus Unternehmenssicht grundsätzlich nicht vermieden werden kann. Für die Betroffenen strebe ZF einen sozialverträglichen Abbau an, um betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden. Denkbar wären Abfindungen für Mitarbeitende, die den Job wechseln wollen, oder extra Prämien für die, die früher in Rente gehen.
Keine endgültige Sicherheit bei ZF in Koblenz - aber eine neue Chance
Parallel sollen sogenannte Zielbildverhandlungen beginnen, in denen über die Zukunft des Unternehmens bis 2031 beraten werden soll. Die Vorvereinbarung ist für die ZF- Belegschaft in Koblenz zwar keine endgültige Sicherheit - aber eine neue Chance. Aktuell arbeiten in Koblenz rund 2.200 Angestellte.