Gespräche während der Seilbahnfahrt

Nachfolger gesucht: IHK Koblenz bringt Unternehmen und Nachfolger in der Seilbahn zusammen

Tausende Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Koblenz suchen in den nächsten Jahren einen Nachfolger. Die IHK hat Unternehmer und potentielle Nachfolger an einem ungewöhnlichen Ort zusammengebracht.

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Mehr als 100 Frauen und Männer stehen am Donnerstagnachmittag an der Talstation der Koblenzer Seilbahn. Eingeladen hat die Industrie- und Handelskammer Koblenz und zwar für eine besondere Aktion: Unternehmer und potentielle Unternehmensnachfolger sollen paarweise in den Gondeln der Koblenzer Seilbahn fahren, um Geschäftsverhandlungen zu führen.

Über mögliche Unternehmensnachfolge in der Seilbahn gesprochen

Die Präsidentin der IHK Koblenz, Susanne Szczesny-Oßing dazu: "Über den Dächern von Koblenz und dem Rhein hoch hinaus, dass führt vielleicht auch mal dazu den Perspektivwechsel zu machen, mal andere Fragen zu stellen. Vielleicht mal mit Leuten zusammen zu sein, wo man sich eher was traut, weil man in einem geschützten Raum ist. Und wir sehen ja, die Nachfrage ist groß und ich glaube das ist ein gutes Konzept." In der heutigen Zeit sei es nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder ins elterliche Unternehmen eintreten, sagt Szczesny-Oßing weiter.

Paarweise geht es in die Koblenzer Gondel

Über Lautsprecherboxen werden Unternehmer und potentielle Übernahmeinteressierte aufgerufen auf den ausgelegten blauen Teppich zu treten. Jede zweite Gondel ist für die IHK reserviert, in den anderen schweben Touristen hoch zur Festung Ehrenbreitstein.

Der Westerwälder Unternehmer Armin Terving aus Höhr-Grenzhausen steigt mit Jean-Yves Schirra in die Gondel. Den Schwung beim Losfahren der Seilbahn nehmen sie in das sich schnell entwickelnde Gespräch mit auf. Der Übernahmeinteressierte will unter anderem wissen: Wie haben Sie die Firma aufgebaut? Beide Seiten tauschen sich über Details aus.

Idee der Industrie- und Handelskammer Koblenz kommt gut an

"Das ist so schön hier über den Rhein zu schweben. Sonst habe ich das alles nur vom Ufer aus beobachtet", schwärmt der Firmenchef Armin Terving. Genau wie sein Gegenüber, Jean Yves-Schirra. "Die Idee solch eine Unterhaltung in einem abgeschlossenen Raum und dennoch sehr vertraut zu führen, finde ich klasse."

Nach knapp 17 Minuten ist die Seilbahnfahrt vorbei. Ob die beiden mit ihren Verhandlungen weiter gekommen sind, bleibt vorerst offen. Es seien aber sehr gute Gespräche gewesen und wahrscheinlich auch nicht die Letzten. Unten an der Talstation haben noch viele Interessierte lange zusammengestanden und sich ausgetauscht. Ob und wo es gematcht hat, bleibt aber vorerst ein Geheimnis.

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Vielen Familienunternehmen im Südwesten fehlen die Nachfolger – die IHK Nordschwarzwald hält mit einem eigenen Programm dagegen ++ Eine badische Gärtnerei wird vom Familienunternehmen zur Genossenschaft ++ Der Landtechnikhersteller John Deere aus Zweibrücken bietet statt Kurzarbeit neuerdings eine „Qualifizierungszeit“ ++ Frag den Arbeitsrechtler: Kann ich mich nachträglich krank melden?

Arbeitsplatz SWR1

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SWR

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