Bei einem großen Einsatz wie einem Waldbrand müssen alle Einsatzkräfte genau wissen, was zu tun ist und wer sich um was kümmert. Deswegen lief die großangelegte Waldbrandübung in Lahnstein unter möglichst realistischen Bedingungen ab.
Szenario: Brand in trockenem Wald
Das Übungszenario: Es brennt im Wald bei Lahnstein. Weil das erstmal niemand bemerkt, breitet sich das Feuer auf dem trockenen Waldboden schnell aus. Alles nicht echt, bis auf die Flammen und den Rauch, damit es für die Einsatzkräfte so realistisch wie möglich ist.
Schlechtes Wetter vermasselt Hubschraubereinsatz
Etwa 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei trainierten gemeinsam. Dabei ging es vor allem um Absprachen und die schnelle Zusammenarbeit. Ein wichtiger Teil ist die Hubschrauberstaffel der Polizei. Eigentlich sollte der Hubschrauber Wasser transportieren und über dem Brand abwerfen. Dafür war aber am Samstag das Wetter zu schlecht. Bei realem Waldbrandwetter dürfte das anders aussehen. Da sind die Wolken nicht so dicht.
Boden wird bei Regen nur oberflächlich nass
Auch wenn strömender Regen und etwa drei Grad über Null wie am Samstag nicht gerade typisches Wetter für einen Waldbrand ist: Die Übungssituation war realistisch. Denn der Boden ist nur oberflächlich nass. Sobald es länger trocken bleibt, ist die Brandgefahr groß.
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Nächster Hydrant drei Kilometer entfernt
Auch die Entnahme und der Transport von Wasser am Boden und die Brandbekämpfung im Gelände wurden geübt. Der Wassertransport ist eine besondere Herausforderung, weiß Sascha Lauer von der Freiwilligen Feuerwehr Lahnstein: "Wir sind hier über drei Kilometer vom nächstgelegenen Hydranten entfernt." Deshalb mussten die großen Tankfahrzeuge hin- und herfahren.
Nächste große Übung schon geplant
Nach knapp drei Stunden war die Waldbrandübung beendet. Die Freiwillige Feuerwehr Lahnstein lobte die Zusammenarbeit. Pressesprecher Michael Güls sagte dem SWR: "Durch das realitätsnahe Szenario konnten wir wertvolle Erkenntnisse in der Zusammenarbeit der Einheiten gewinnen." Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten habe sehr gut funktioniert.
Die Übung habe gleichzeitig gezeigt, wie komplex die Brandbekämpfung eines so großen Vegetationsbrandes sei. Nach eigener Aussage fühlen sich die Einsatzkräfte dank des regelmäßigen Trainings aber gut gewappnet. Deshalb sei die nächste große Übung schon in Planung.