Waldbrand in Weisenheim am Berg

120 Feuerwehrleute kämpften gegen meterhohe Flammen

Ein Hektar Wald ist am Dienstag in Weisenheim am Berg (Kreis Bad Dürkheim) in der Nähe des Ungeheuersees verbrannt. Ein Feuerwehrmann beschreibt, wie aufwendig die Löscharbeiten waren.

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Stand

Von Autor/in Heiko Wirtz-Walter

"Wir haben die 100.000 Liter-Marke Wasser geknackt", sagt Jürgen Oberholz am Mittwoch dem SWR am Telefon. Denn so viel Wasser war nötig, um den Waldbrand in der Nähe des Ungeheuersees in Weisenheim am Berg zu löschen. Jürgen Oberholz ist Verbandsbürgermeister (FWG) in Freinsheim und Feuerwehrmann.

Jürgen Oberholz bei Löscharbeiten im Wald nahe des Ungeheuersees. Oberholz ist Feuerwehrmann und Verbandsbürgermeister in Freinsheim.
Jürgen Oberholz bei Löscharbeiten im Wald nahe des Ungeheuersees. Oberholz ist ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Hauptberuflich ist er Verbandsbürgermeister in Freinsheim im Kreis Bad Dürkheim. Jürgen Oberholz

Waldbrand nahe Ungeheuersee gelöscht, aber...

Es sei gestern ein sogenannter "Ringverkehr" eingerichtet worden. Das heißt: Tanklöschfahrzeuge haben Wasser gebracht und in mobile Behälter im Wald entladen und sind dann wieder zurück, um mehr Wasser zu holen.

Es glüht nach - nach ein oder zwei Tagen kann das Feuer wieder aufflammen

Jürgen Oberholz war am Dienstag hautnah dabei bei dem Einsatz im Wald. "Wir haben die Ränder abgelöscht - man muss den Waldboden genau beobachten, denn das glüht nach und kann nach ein oder zwei Tagen wieder aufflammen", berichtet Jürgen Oberholz.

Waldbrand am Ungeheuersee
100.000 Liter Wasser waren nötig, um den Waldbrand in Weisenheim am Berg zu löschen. Das Löschwasser wurden in mobilen Behälter im Wald "zwischengelagert". Feuerwehr Weisenheim am Berg

Feuerwehrmann Oberholz: Flammen schlugen meterhoch

Bei dem Waldbrand hatten die insgesamt 120 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis großes Glück: "Die Flammen waren bis zu drei Meter hoch – zum Glück gab es keinen Wipfelbrand", sagt Jürgen Oberholz - also in den Baumwipfeln. Denn in diesen Fällen kann die Feuerwehr nur schwer löschen und der Brand breitet sich dann noch schneller aus.

Suche nach Glutnestern läuft weiter

Am Mittwochvormittag wurden, so Oberholz, die Schläuche eingerollt. Und um die Mittagszeit wurde erneut nachgeschaut, ob es noch Glutnester an den Baumstümpfen gibt.

Waldbrand am Ungeheuersee
Ein Hektar Wald ist verbrannt bei dem Feuer in Weisenheim am Berg in der Nähe des Ungeheuersees. Feuerwehr Weisenheim am Berg

Der Waldbrand am Dienstag war gegen 16 Uhr gemeldet worden. "Um 18 Uhr war das Feuer aus", sagt Jürgen Oberholz dem SWR - und etwas Stolz klingt in der Stimme mit. Insgesamt ist ein Hektar Wald verbrannt.

Hohe Waldbrandgefahr: Feuerwehr mahnt zur Vorsicht

Die Polizei in Neustadt ermittelt nicht zur Brandursache, sagte eine Sprecherin dem SWR. Die Feuerwehr gehe davon aus, dass die aktuelle Wetterlage für den Brand verantwortlich ist - so die Polizeisprecherin weiter.

Bobo Wenngatz, Sprecher der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Freinsheim, mahnte zur Vorsicht: Bei dem trockenen Waldboden genüge schon eine brennende Zigarette oder ein abgestelltes Auto mit einem heißen Katalysator, um einen Waldbrand auszulösen.

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