Waldbrandgefahr weiter hoch

Zwei Brände an einem Tag: Einsatzkräfte kämpfen im Kreis Kusel gegen Flammen

Bei Quirnbach sind am Donnerstag innerhalb weniger Stunden zwei Brände ausgebrochen. Auch im Rest von Rheinland-Pfalz kämpft die Feuerwehr gegen Flammen.

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Stand

Von Autor/in Maren Kaps

Bei Quirnbach (Kreis Kusel) hat es am Donnerstag innerhalb weniger Stunden zwei Brände gegeben. Zunächst geriet eine Fläche in der Nähe des Ortes in Brand. Beim Eintreffen brannten laut Wehrleiter etwa 20 Quadratmeter abgeerntete Acker- und Feldfläche. Die Feuerwehr verhinderte eine weitere Ausbreitung des Feuers.

Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Feuerwehr

Kreis Kusel: Zweimal Feuer an einem Tag bei Quirnbach

Weniger als eine Stunde später brach nur wenige Kilometer entfernt erneut ein Brand aus. Dabei standen schließlich nach Angaben der Feuerwehr rund 2,5 Hektar Wiesen- und Waldfläche in Flammen. Starke Windböen trieben den Wald- und Wiesenbrand zunächst schnell voran.

Zudem erschwerte auch dort schwer zugängliches Gelände, eine Steillage, die Löscharbeiten der Feuerwehr. Unter anderem musste dort abgestorbenes Holz geschnitten und entfernt werden, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Sonst hätten sich Flammen über Baumkronen zu einem gefährlichen Wipfelfeuer ausbreiten können.

Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Schnell konnte das Team der Feuerwehr den ersten Brand bei Quirnbach im Kreis Kusel löschen und eine Ausbreitung verhindern. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Doch die Feuerwehr wurde am Donnerstagnachmittag erneut gerufen. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Die Löscharbeiten des zweiten Brandes bei Quirnbach in Rheinland-Pfalz waren schwierig, wegen des sich drehendes Windes. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Rund 120 Einsatzkräfte waren in dem zum Teil schwer zugänglichen Gelände unterwegs, um eine Ausweitung der Flammen über trockenes Holz und die Baumkronen zu verhindern. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Abgestorbenes Holz mussten geschnitten und entfernt werden, Glutnester mussten aufgespürt werden. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Straßensperrungen mit Löschfahrzeugen wurden eingerichtet, die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren waren binnen kurzer Zeit am Einsatzort. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, waren viele Einsatzkräfte der Region nötig. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Aufgrund der starken Böen musste im Verlauf der Löscharbeiten neu geplant und disponiert werden. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen
Zwei Brände riefen am Donnerstag die Feuerwehr nach Quirnbach. Teilweise kämpften die Einsatzkräfte in einer Steillage gegen das Feuer.
Eine Brandwachen über Nacht wurden eingerichtet. Feuerwehr Bild in Detailansicht öffnen

Feuerwehr richtet Brandwache über Nacht ein

Die Einsatzkräfte brachten das Feuer schließlich gegen 19 Uhr unter Kontrolle. Rund 120 Kräfte aus der Region waren im Einsatz, um die letzten Glutnester aufzuspüren. Über Nacht wurde eine Brandwache eingerichtet. Inzwischen ist das Feuer gelöscht. Die betroffenen Straßen wurden für die Einsätze gesperrt. Zur Ursache der beiden Brände bei Quirnbach und zur Höhe des Schadens gibt es bislang keine Angaben.

Feuerwehr warnt: Waldbrandgefahr weiter hoch

Die Feuerwehr appelliert an die Menschen: Zigaretten sollten nicht unachtsam aus dem Fenster geworfen werden, offenes Feuer und Glut beim Grillen sind derzeit tabu. Aktuell herrscht die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe vier, zusätzlich sorge auffrischender warmer Wind dafür, dass aus kleinen Bränden binnen kurzer Zeit Großfeuer werden können.

Trockenheit in Rheinland-Pfalz: Ganze Region kämpft mit Bränden

Die Brände im Kreis Kusel waren an diesem Tag keine Einzelfälle. Auch bei Kirkel im Saarland, in Börrstadt und bei Reichenbach sind Brände ausgebrochen. Ein Zug löste zwischen Kirkel und Limbach durch Funkenflug einen Böschungsbrand aus, 8.500 Quadratmeter brannten und die Bahnstrecke Saarbrücken-Kaiserslautern bleibt bis heute Abend gesperrt. In Börrstadt löschten fast 60 Feuerwehrleute einen Flächenbrand, bei Reichenbach sind am Freitagmorgen noch immer über 160 Kräfte im Einsatz gegen versteckte Glutnester.

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Maren Kaps
Maren Kaps, SWR Aktuell Studio Kaiserslautern

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