Fünf Kandidaten traten an

Landratswahl im Kreis Kusel: Das waren die Kandidaten

Am Tag der Bundestagswahl wurde im Kreis Kusel auch ein neuer Landrat oder eine Landrätin gewählt. In diesem Artikel stellen wir die fünf Kandidaten vor.

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Stand

Von Autor/in Verena Lörsch

Anm. d. Red.: Die Wahl ist mittlerweile beendet. Am 9. März setzte sich Johannes Huber (CDU) in einer Stichwahl mit 62,6 der Stimmen gegen Jürgen Conrad (SPD) durch. Hier lesen Sie unseren Artikel dazu:

Kusel

Nach Stichwahl am Sonntag CDU-Mann Huber wird neuer Landrat des Kreises Kusel

Nach der Stichwahl am Sonntag steht fest: CDU-Kandidat Johannes Huber wird neuer Landrat des Kreises Kusel. Er hat sich gegen Jürgen Conrad von der SPD durchgesetzt.

SWR4 RP am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Im Folgenden Teil dieses Artikels finden Sie den Stand vor der Wahl am 23. Februar 2025:

Der Kreis Kusel, mit 71.140 Einwohnern, wählt zusammen mit der Bundestagswahl einen neuen Landrat oder eine neue Landrätin. Der amtierende Landrat Otto Rubly (CDU) kann altersbedingt nicht mehr kandidieren, sodass fünf neue Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen gehen:

Die Kandidatin und die Kandidaten wollen den Landkreis Kusel nach vorn bringen. Doch was versprechen sie genau?

Johannes Huber (CDU)

Johannes Huber, der aktuelle Bürgermeister von Brücken (Pfalz) im Landkreis Kusel, hat sich entschieden, als Kandidat der Christlich Demokratischen Union (CDU) für das Amt des Landrats anzutreten. Der 38-jährige Lehrer und Familienvater bringt Erfahrungen in der Kommunalpolitik mit. Huber ist erster Kreisbeigeordneter im Landkreis und war zuvor zehn Jahre lang erster Ortsbeigeordneter in Brücken. Zudem ist er seit über zehn Jahren Mitglied des Verbandsgemeinderats Oberes Glantal und fungiert dort als stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Fünf Jahre lang war er als Beauftragter für Bildung und junge Familien im Kreis aktiv. Umgesetzt hat er in dieser Zeit unter anderem einen Märchenwald in Brücken oder einen interaktiven Kindermusikweg am Potzberg. "Den Blick will ich verstärkt auf die jüngeren Generationen legen", so Huber im Gespräch mit dem SWR.

So wie der scheidende Landrat Otto Rubly (CDU) will sich Huber für die ärztliche Versorgung, die Wirtschaft und die Infrastruktur von Kindergärten und Schulen einsetzen. Außerdem will er die Forderung Rublys unterstützen, dass die Kommunen finanziell besser ausgestattet werden, um die Menschen nicht mit der Grundsteuer B zu belasten.

Jürgen Conrad (SPD)

Jürgen Conrad, der von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) als Kandidat für die Landratswahl im Kreis Kusel nominierte Politiker, bringt langjährige Erfahrungen in der Kommunalpolitik mit, als Beigeordneter des Landrats und Kreisbeigeordneter. Aktuell ist der 63-jährige Jurist aus Nanzdietschweiler Vizepräsident der Struktur- und Gehnemigungsdirektion (SGD) Süd.

Sein Hauptanliegen: "Infrastruktur, Infrastruktur, Infrastruktur", wie er im Gespräch mit dem SWR sagt. Und das sowohl analog, als auch digital. "Das ist der Schlüssel zu Wohnqualität und zu wirtschaftlicher Entwicklung", sagt Conrad.

Eine andere Herzensangelegenheit ist ihm die Ausstattung der Schulen im Landkreis. "Als Arbeiterkind bin ich selbst nur durch gute Förderung und Schulen in die Lage gekommen, zu studieren", so Conrad. Die Ausstattung sei wichtig für Chancengleichheit. Vieles was Otto Rubly, der derzeitige Landrat begonnen hat, möchte Conrad weiterführen, zum Beispiel das Alte-Welt-Projekt und eine Initiative, Ärzte in die Westpfalz zu holen.

Catalina Monzon (AfD)

Die Alternative für Deutschland (AfD) schickt Alejandra Catalina Monzon ins Rennen für die Landratswahl im Kreis Kusel. Die 50-Jährige arbeitet als Ärztin in einer Praxis im Saarland und ist seit zwei Jahren parteipolitisch aktiv. Im vergangenen Jahr zog sie in den Verbandsgemeinderat Oberes Glantal ein.

Im Fall eines Wahlerfolgs will Monzon die Wirtschaft im Kreis nach vorn bringen, damit sich mehr Unternehmen ansiedeln. "Außerdem ist das Krankenhaus bedroht, aufgrund der Krankenhausreform geschlossen zu werden", soweit wolle sie es nicht kommen lassen.

Auf Social Media wirbt Monzon aktiv um junge Wählerinnen und Wähler, sagt auf TikTok: "Unser Land ist noch rettbar, aber nur mit einem ordentlichen Rechtsruck." Unterstützung erhält die Kandidatin auch von der Bundes-AFD, so kam Alice Weidel zu einem Wahlkampfauftritt in Kusel.

Thomas Danneck (Votum für den Kreis Kusel)

Thomas Danneck ist aktuell Bürgermeister der Ortsgemeinde Rammelsbach, Mitglied im Kreistag und Kreisbeigeordneter. Außerdem ist er im Verbandsgemeinderat Kusel-Altenglan.

Der 64-jährige gelernte Schlosser und Fahrzeugmechaniker tritt für die Wählergruppe Votum Kreis Kusel an, die aus seiner Wählergruppe Danneck 2024 entstanden ist. Ihr Ziel: Mehr Bürgernähe. Im Wahlkampf ist Danneck das ehemalige Kasernengelände Windhof ein Anliegen. Dort hat er selbst 33 Jahre als Soldat verbracht. "Man sollte es in die Hand nehmen und auf dem Windhof einen gewerblichen Nutzen vorantreiben", sagt er gegenüber dem SWR.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist ihm der kommunale Finanzausgleich. Trotz der finanziell schlechten Situation in den Gemeinden sei er dagegen, die Grundsteuer B anzuheben. Stattdessen fordert er mehr Unterstützung vom Land für strukturschwache Kommunen und hat dafür eine Petition gestartet. Sein drittes Anliegen ist die ärztliche Versorgung im Kreis, die geschützt und ausgebaut werden soll.

Helge Schwab (Freie Wähler)

Helge Schwab ist seit über 15 Jahren Bürgermeister der Ortsgemeinde Hüffler und Kreisbeigeordneter des Landkreises Kusel. Der 53-Jährige tritt als Kandidat der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) für das Amt des Landrats an, bereits zum zweiten Mal.

Über 30 Jahre war Schwab nach eigenen Angaben bei der Bundeswehr, als Berufssoldat und später als Offizier – und wurde dann 2021 in den rheinland-pfälzischen Landtag gewählt. Dort ist er der Vorsitzende seiner parlamentarischen Gruppe und Landesvorsitzender der Freien Wähler RLP.

Ihm ist die finanzielle Situation der Ortsgemeinden im Kreis ein Anliegen. Würde er zum Landrat gewählt, will er sich für mehr Jobs in der Region und Zusammenarbeit einsetzen und die Arbeit innerhalb der Kreisverwaltung verbessern.

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