Kletterwände oder Skateboard-Rampen mitten in einer Kirche, ein riesiges Spiel- und Freizeitgelände mit einem überdimensionalen Schachbrett oder einem Fußballfeld, ein Begegnungszentrum für Erwachsene und Kinder sowie eine neue Grundschule mit Kindertagesstätte und verschiedenen Funktionsräumen – könnte so in Zukunft das Stadtviertel Betzenberg in Kaiserslautern aussehen?
Studierende entwickeln Ideen für Stadtteil Betzenberg in Kaiserslautern
Vier Studententeams der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) haben in ihrem letzten Semester mehrere Monate intensiv an ihrem Projekt "Bildungscampus Betzenberg" gearbeitet. Die angehenden Raumplaner sollten in Teams verschiedene Konzepte für den Betzenberg entwickeln.
Zwischen Hochhäusern und alten Bäumen Der vergessene Stadtteil? Neue Ideen für den Betzenberg in Kaiserslautern
Am Betzenberg droht mehr als der Verlust einer Tankstelle: Geschlossene Läden, fehlende Treffpunkte. Studierende suchen neue Ideen, um den Stadtteil wieder lebendiger zu machen.
Im Fokus stand dabei der Bildungscampus. Ein zusammenhängendes Areal, das von Menschen jeden Alters und jeder Herkunft genutzt werden kann. "Bei dem Projekt geht es darum, multifunktionale Flächen und Räume zu gestalten. Der Schulhof ist also nicht einfach nur ein Schulhof, sondern ein Spiel-, Spaß- und Sportgelände", erklären die Studenten.
Treffpunkt soll alle Menschen auf dem Betzenberg in Kaiserslautern zusammenbringen
"Es geht nicht nur darum, die Grundschule neu zu bauen, sondern die Freiräume und Institutionen zu vereinen", erklärt Holger Schmidt, Professor an der RPTU. Er hat die angehenden Raumplaner bei ihrem Projekt unterstützt. Die Studierenden würden laut Schmidt jetzt Noten bekommen und das Projekt sei für sie erstmal abgeschlossen, nicht aber für die Stadt Kaiserslautern.
Stadt Kaiserslautern profitiert von Ideen der Studierenden
Die Ideen würden laut dem Kaiserslauterer Baudezernenten Manuel Steinbrenner nicht einfach in einer Schublade verschwinden. Das Projekt war eine Kooperation mit der Stadt Kaiserslautern und die profitiert nun von den entwickelten Konzepten. "Ich bin total begeistern über die Qualität der Entwürfe", sagte Steinbrenner. "Man kann kaum glauben, dass das von Studierenden kommt. Die Ideen sind eine gute Grundlage für uns, um jetzt damit weiterzuarbeiten."
So geht es im Stadtteil Betzenberg mit den Ideen der Studierenden weiter
Die Stadt wird die Ideen der Studierenden jetzt sichten und bewerten. Nächstes Jahr soll ein Wettbewerb unter Planungsbüros folgen, bei dem sich alles um das neue Konzept rund um den Betzenberg dreht, so Steinbrenner. "Eine Aufgabe wird auch sein, dass sich die Planungsbüros die besten Vorschläge der angehenden Raumplaner rausziehen und damit arbeiten."
Die Studenten freuen sich jetzt schon. "Vielleicht kommen wir in ein paar Jahren hier her und sehen einige unserer Ideen. Das wäre so cool", sagte ein junger Student.