Wie aus einer Vorlage für den Umweltausschuss der Stadt Kaiserslautern hervorgeht, sind acht Bäume im Gebiet der "Kranzeichen" nicht mehr zu retten und müssen gefällt werden. Das klingt erst einmal nach wenig - hat aber Auswirkungen auf das historische Waldgebiet.
Denn seit die Waldfläche zum Biotopschutzwald erklärt wurde, gelten dort strenge Regeln. Zum Beispiel muss der Umweltausschuss der Stadt den Fällungen zustimmen. Deshalb hat es in den vergangenen Wochen gleich zwei Begehungen mit Mitarbeitern des Forsts und den Mitgliedern des Umweltausschusses gegeben.
Zehn historische Eichen in Kaiserslautern von Käfer befallen
Dabei kam heraus: Zehn Bäume sind vom Eichenprachtkäfer befallen, acht davon müssen gefällt werden. Besonders ältere Bäume können sich nicht mehr gegen den Käfer wehren, sie sterben ab. Der Forst geht dabei sehr vorsichtig vor: Nur Bäume, in denen der Käfer noch lebt, werden aus dem Waldgebiet herausgeholt. Alle anderen werden als Totholz und damit natürlicher Lebensraum für Tiere im Wald belassen. In den vergangenen Jahren mussten immer wieder befallene Bäume in den "Kranzeichen" gefällt werden.
Durch das Fällen der Bäume fällt mehr Licht auf den Waldboden, folglich können junge Eichen besser wachsen. Problem: Auch der Eichenprachtkäfer mag Licht und Wärme. Die Forstamtsmitarbeiter müssen also bei jedem Baum, der gefällt werden muss, entscheiden, ob an dieser Stelle ein neuer gepflanzt werden kann oder ob man lieber eine andere Fläche nutzt.
"Kranzeichen" in Kaiserslautern werden verjüngt
Die Stadt Kaiserslautern ist durch die Ernennung zum Biotopwald verpflichtet, nicht nur die vorhandenen Eichen zu schützen, sondern die "Kranzeichen" nach und nach zu verjüngen. Das heißt: Immer wieder werden neue Eichen gepflanzt - und durch Zäune besonders geschützt, damit die jungen Bäume nicht von den Tieren des Waldes gefressen werden können.