Schmieden wie im Mittelalter

Neues Wasserrad soll alte Schmiede bei Trippstadt im Kreis Kaiserslautern betreiben

Im Karlstal bei Trippstadt ist ein Wasserrad aufgebaut worden. Dieses Rad ist Teil eines sogenannten Hammerwerks. Das ist eine alte Schmiede, wie es sie im Mittelalter gegeben hat.

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Von Autor/in Nadine Lindacher

Dieses Wasserrad soll sich drehen und damit künftig drei Hämmer bewegen. Mit denen kann dann wie im Mittelalter geschmiedet werden. Die Idee dazu hatte der Eigentümer des Grundstücks am Unterhammer, Vincent Verschoor. Er ist gebürtiger Holländer und heute in der Westpfalz zu Hause.

Im Karlstal gab es schon im Mittelalter Schmieden

Er hat auch die Halle wieder aufgebaut, in der damals schon das Hammerwerk untergebracht war. Darin sollen künftig auch weitere alte Schmiede- und Handwerksgeräte ausgestellt werden. Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit, wie er sagt.

Das selbstgebaute Wasserrad hat einen Durchmesser von mehr als fünf Metern und soll später drei Hämmer antreiben, mit denen geschmiedet werden kann, wie im Mittelalter.
Das Wasserrad hat der Eigentümer des Grundstücks bei Trippstadt in Eigenregie gebaut, zusammen mit einem Schlosser. Insgesamt rund zwei Jahre hat der Bau gedauert. Privat/ Vincent Verschoor Bild in Detailansicht öffnen
Das selbstgebaute Wasserrad hat einen Durchmesser von mehr als fünf Metern und soll später drei Hämmer antreiben, mit denen geschmiedet werden kann, wie im Mittelalter.
Das neue Wasserrad hat einen Durchmesser von mehr als fünf Metern und hat rund 40.000 Euro gekostet. Privat/ Vincent Verschoor Bild in Detailansicht öffnen
Mit Hilfe von Spanngurten und einem Kran wird das Wasserrad abgesenkt.
Das Wasserrad wird durch einen Kran und mit jeder Menge Teamarbeit zwischen der Halle und den Sitzgelegenheiten abgesenkt. Bild in Detailansicht öffnen
Millimeterarbeit - das Wasserrad mus genau an seinem Platz sitzen.
Millimetergenau wird das Wasserrad an seinem Standort eingesetzt. Bild in Detailansicht öffnen
Vor dem Café Unterhammer wird das Wasserrad zurecht gestemmt.
Mit Holz wird das Wasserrad vor dem Café Unterhammer zurecht gestemmt. Bild in Detailansicht öffnen
Nach zwei Jahren steht das Wasserrad nun an seinem Platz.
Das Wasserrad steht nach zwei Jahren Bau- und Planungszeit endlich an seinem Platz. Bild in Detailansicht öffnen
Vor dem Café Unterhammer liegt ein kleiner See, auf den die  Gäste blicken können.
Malerisch gelegen: In unmittelbarer Nachbarschaft des Wasserrads liegt das Café Unterhammer. Bild in Detailansicht öffnen

Das Wasserrad bei Trippstadt ist in Eigenregie entstanden

Das Wasserrad hat er zusammen mit einem Schlosser in Eigenregie gebaut. Es sei gar nicht so einfach gewesen jemanden zu finden, der heute noch ein Wasserrad bauen kann, sagt Verschoor lachend. Insgesamt zwei Jahre habe es gedauert und rund 40.000 Euro gekostet. Mehr als fünf Meter Durchmesser hat das neue Rad.

Veranstaltungen und Workshops als Tourismushighlight

Es wird noch etwas dauern, sagt er, aber langfristig sollen für Interessierte authentische Schmiedekurse angeboten werden.

Die Halle wird außerdem als Veranstaltungshalle genutzt, in der auch Konzerte stattfinden.   

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Nadine Lindacher
Bild von Nadine Lindacher, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern

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