Drei, zwei, eins - und schon montiert Moritz Vogel den Motor auf das Rasenmäher-Fahrgestell. Hinter seinem Haus baut er seit Dezember einen Aufsitzrasenmäher-Traktor um. Am Wochenende will er mit seinem umgebauten Mäher am Rasenmäher-Rennen in Sembach (Kreis Kaiserslautern) teilnehmen.
Rasenmäher-Rennen Sembach: 50 Teilnehmer kämpfen um den Sieg
Bereits zum 20. Mal starten dort am Samstag und Sonntag getunte Aufsitzrasenmäher und kämpfen um den Sieg, sogar in unterschiedlichen Klassen. Rund 50 Mäher wollen in diesem Jahr den staubigen Rundkurs im Gewerbegebiet meistern.
Ich habe einen lila Mäher, das hat sonst keiner!
Einer davon kommt in diesem Jahr eben von Moritz Vogel. Der 22-jährige Schlosser war bereits bei früheren Rennen dabei. Zusammen mit einem Freund und dessen Maschine. Aber dieses Jahr will er mit seinem eigenen Mäher antreten. Dafür wollte er etwas Besonderes erschaffen: „Ich habe einen lila Mäher, das hat dort sonst keiner“, sagt er.
Moritz Vogel startet in Sembach mit selbstgebautem lila Mäher
Würde es beim „Großen Preis von Sembach“ einen Schönheitswettbewerb geben, ist sich Moritz Vogel sicher, dass er ihn gewinnen würde. So hat er eine andere Hoffnung für das Wochenende. "Hauptsache der Mäher hält durch und nichts geht kaputt", sagt er. "Egal, welcher Platz am Ende dabei raus kommt."
Rasenmäher-Rennen Sembach 2025: Vom Umbau bis zum Rennstart
Denn einen Mäher umzubauen ist alles andere als einfach. "Man braucht einen alten Rasenmäher mit Mähwerk, passendes Werkzeug, Geld, viel Zeit und das Wissen, wie das eben geht", sagt er. Letzteres habe er sich nun angeeignet, auch wenn viele das eher ungewöhnlich finden würden.
"Wenn ich auf der Arbeit davon erzähle, fragen die Kollegen schon 'Wie macht man das eigentlich?'", erzählt der Hobby-Schrauber. Inzwischen lade er alle dazu ein, sich das selbst anzuschauen und mitzumachen. Es gibt aber auch Regeln, die beim Umbau beachtet werden müssen, zum Beispiel die richtige Sitzhöhe oder die sichere Befestigung des Armaturenbretts.
Bis Moritz am Samstag an den Start geht, bleibt noch einiges zu tun: Der Spritzschutz muss noch montiert werden, Testfahrten stehen an und der Motor wartet auf Feintuning. Langsam wächst bei ihm auch die Nervosität. Denn am Ende fände er es natürlich schon schön, mit seinem lila Mäher auf dem Treppchen zu landen.