Baustellen gibt’s in Pirmasens gerade gefühlt wie Sand am Meer. Aber das ist auch gut so, findet Bürgermeister Michael Maas (CDU). Denn an vielen Stellen wird in der Stadt der sieben Hügel gerade in die Zukunft investiert. Vor allem in die der Jugend. Neben kleineren Bauprojekten wie dem Piko-Park, einer kleinen Parkanlage, entsteht mitten in der Innenstadt Großes, sagt Maas: „Ein Riesenobjekt, die alte Post-Pakethalle, wird zum Jugendhaus auf 1.000 Quadratmetern“.
Denkmalschutz: Alte Post in Pirmasens ist Gebäude mit Historie
In den 1930ern ist das alte Post-Paketzentrum gebaut worden, mit Schienenanschluss an den Hauptbahnhof. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und dementsprechend groß sind auch die Herausforderungen an die Architekten. Aktuell wird das Gebäude noch entkernt, drumherum müssen einige Bodenbeläge abgetragen werden. Auch weil die Statik ein Thema ist.
Für Maas ist das neue Jugendzentrum ein großer Gewinn für die Stadt. Direkt neben der Jugendherberge und sehr zentral gelegen, soll es ein Ort „zum Austoben, zum unter sich sein, Bewegen, zum Probieren, Musik machen, laut sein und Lärm machen“ werden. Die Kids und Jugendlichen sollen sich aber auch an Werkbänken handwerklich "kreativ ausprobieren dürfen, in der Küche etwas gemeinsam kochen" oder sich bei Problemen auch mal mit den Experten vom Jugendbüro zurückzuziehen können.
„Die Kinder sind unsere Zukunft. Wenn wir es schaffen, was aufzubauen, das sie positiv prägt, dann bindet das auch die jugendlichen Heranwachsenden an unsere Stadt.
Mitte 2026: Alte Post wird zum Jugendzentrum Pirmasens
Damit Mitte 2026 Jugendliche hier Spaß haben können, wo früher Förderbänder, Waagen, Sortieranlagen und Verlade-Tore das Bild geprägt haben, muss noch Einiges passieren. Bürgermeister Michael Maas freut sich aber auf den neuen Ort für die Pirmasenser Zukunft:
Neue Sporthalle für Schulsport und Pirmasenser Vereine
Ein paar Meter weiter wurde schon Richtfest gefeiert. Eine neue Sporthalle soll hier im kommenden Jahr eröffnen. Die ist auch dringend nötig, denn viele Schulen können ihren Sportunterricht nicht so ausgiebig durchführen, wie der Lehrplan es vorsehen würde. Es fehlt einfach an Platz.
In der Sporthalle soll voraussichtlich ab 2026 vormittags Schulunterricht stattfinden, nachmittags und abends können Vereine die Halle für Fußball, Basketball oder Tischtennis nutzen. Platz ist genug, insgesamt können drei Sportgruppen gleichzeitig die Halle nutzen.
Breitensport für alle: moderne Turnhalle für Jung und Alt
Zwei Bereiche können in der großen Halle abgetrennt werden, zusätzlich gibt es einen großzügigen Gymnastikraum mit bodentiefen Fenstern und Weitblick. „Nur für rhythmische Sportgymnastik und Trampolinspringen sind die sieben Meter hohen Wände noch zu niedrig“, sagt Architektin und Bauingenieurin Natascha Martin von der Stadt Pirmasens.
„Es ist ein wichtiges Projekt für die Stadt. Ein Meilenstein! Seit Jahren mal wieder ein Neubau, der dringend benötigt wird.
Vielfältige Nutzung: Reha-Sport oder Großveranstaltungen geplant
Auch für Reha-Sport oder „Die Jockelei“ (eine Abteilung beim TV Pirmasens), die seit mehr als 70 Jahren aktiv ist und Faschings-Veranstaltungen organisiert, soll die Halle ab dem kommenden Jahr genutzt werden können. Insgesamt bietet die neue Sporthalle knapp 2.000 Quadratmeter Platz. Nachhaltig gebaut, mit Unternehmen aus der Region umgesetzt und vor allem energieeffizient, betont die Stadt.
Auch hier hat die Städtebauförderung vom Land dafür gesorgt, dass das Projekt überhaupt erst möglich wurde. Die Kosten liegen bei 12,14 Millionen Euro, davon werden 8,9 Millionen über die Fördergelder gezahlt.