"Die Spendenbereitschaft ist riesig" - das sagte Andreas Keller, Pfarrer der katholischen Pfarrei Heiliger Martin Kaiserslautern. Zum Beispiel hätten die "Betze-Engel", das Sozialprojekt des 1. FC Kaiserslautern, das Zelt ersetzt, in dem die Kälteiglus standen und das auch ein Opfer der Flammen geworden war.
Neue Kälteiglus für Obdachlose in Kaiserslautern
Auch die sechs abgebrannten Kälteiglus selbst können ersetzt werden - die Stadtwerke Kaiserslautern (SWK) haben neue gespendet. Eine Fangruppe des FCK hat nicht nur dabei geholfen, die abgebrannten Iglus wegzuräumen, sondern den Obdachlosen auch Winterkleidung und neue Schlafsäcke gekauft. Weitere größere Spenden gab es zum Beispiel von der Volksbank Kaiserslautern und dem Lions Club. Was Pfarrer Andreas Keller besonders freut: Durch die Spenden sind auch die Heizkosten für das Zelt erst einmal abgedeckt.
Schon direkt nach dem Brand gab es eine große Hilfsbereitschaft: Menschen hatten Lebensmittel, Geschirr und Kleidung gespendet. Pfarrer Keller hatte auch ein Spendenkonto eingerichtet. Besonders schlimm: Durch den Brand hatten die Obdachlosen auch die wenigen persönlichen Habseligkeiten, die sie noch besaßen, verloren - zum Beispiel Erinnerungsstücke an die Familie.
Bisher noch keine Hinweise auf mutmaßlichen Täter
Kälteiglus sind Styropor-Betten, die Wärme speichern und wohnungslose Menschen vor Kälte schützen sollen. Sechs dieser Iglus, die auf der Pfarrwiese der Pfarrei Heiliger Martin in Kaiserslautern standen, waren in einer Nacht Anfang Februar abgebrannt. Schnell gab es den Verdacht, sie seien angezündet worden. Die Polizei hatte auch direkt einen Tatverdächtigen festgenommen - dem Haftrichter reichten aber die Beweise nicht aus, der Mann kam wieder auf freien Fuß. Die Polizei ermittelt wegen sechsfachen Mordes, weil in den Kälteiglus zum Tagzeitpunkt sechs Menschen schliefen.